Fütterung einer Ziege im Wildpark (Foto: pixabay)

Wildparks: Falsche Fütterung kann gefährlich werden

Marc Weyrich/Red.   07.11.2017 | 08:45 Uhr

Zu einem Besuch im Wildpark gehört es für viele einfach dazu: das Füttern der Tiere. Besonders Kinder haben daran viel Spaß. Doch für die Wildparks bringt die Tierfütterung durch Besucher auch viele Probleme mit sich. So verendeten beispielsweise im Merziger Tierpark zwei Schafe, weil sie unter anderem mit verschimmeltem Brot gefüttert wurden.

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Tierparks: Falsche Fütterung kann gefährlich werden
Audio [SR 3, Marc Weyrich, 07.11.2017, Länge: 02:17 Min.]
Tierparks: Falsche Fütterung kann gefährlich werden

Ein Besuch im Wildpark - für viele ein schönes Erlebnis. Und wenn man denn die Tiere noch füttern kann, um so schöner. "Die Tiere freuen sich darüber und kommen dann auch an den Zaun und können so besser beobachtet werden", sagt Ralf Blechschmidt vom Wildpark in Saarbrücken. Doch Achtung: Auch bei der Fütterung von Wildparktieren gilt es, einige Regeln zu beachten, damit die Tiere keinen Schaden nehmen wie bei dem traurigen Beispiel in Merzig.

Viele Tierparks bieten Futterpakete an

Grundsätzlich gilt die Faustregel: Was wir Menschen nicht essen würden, sollte man Tieren auch nicht geben. Die beste Lösung sei: Einfach im Park das Futter kaufen, sagt Blechschmidt. Und viele tun dies auch schon. Im Saarbrücker Wildpark werden pro Jahr 17.000 Beutel für zwei Euro das Stück verkauft und dann verfüttert.

Alternativen zu Brot und Futterpaket

Und wenn man gerade kein Kleingeld dabei hat: Es gibt noch andere Möglichkeiten. Der Wildpark freue sich zum Beispiel auch, wenn Kinder Eicheln oder Rosskastanien aus dem Wald mitbringen. "Damit kann man eigentlich alles füttern hier im Wildpark", sagt Blechschmidt. Auch wenn man einen Zweig vom Baum den Ziegen zum Knabbern reinreicht, geht das völlig in Ordnung. Auch Apfelstückchen, Karotten oder auch ein Stückchen Blumenkohl werden von den Wildparkbewohnern gern genommen.

Fütterverbot in Merzig

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Doch alles sollte in Maßen gefüttert werden. Im Tierpark Merzig, wo die beiden Schafe verendet sind, gilt inzwischen ein strenges Fütterverbot. Und das nicht nur aus Sorge, dass Falsches gefüttert wird. Mal ein Möhrchen sei ja kein Problem, aber wenn am Wochenende 500 Besucher kommen und alle nur eine Möhre verfüttern, dann sei dies einfach zuviel, sagt Daniela Becker-Kirsch.

Über dieses Thema wurde auch in "Guten Morgen" am 07.11.2017 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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