Das Saarwellinger Freibad (Foto: Gemeine Saarwellingen)

Sicherheit im Schwimmbad

Eva Lippold   31.07.2017 | 12:15 Uhr

In öffentlichen Schwimmbädern wacht die Schwimmaufsicht über unsere Sicherheit. Trotzdem kommt es, auch im Saarland, immer wieder zu schlimmen Badeunfällen. So ertrank vergangenen Sommer ein Vierjähriger in einem Homburger Spaßbad, im Jahr davor starb ein 75-Jähriger im Parkbad Wadgassen. Wo lauern in Freibädern die größten Gefahren? Sind Kinder im Nichtschwimmerbereich sicher? Und inwieweit dürfen sich Eltern einfach auf den Bademeister verlassen?

Auch wenn in öffentlichen Bädern die Wasseraufsicht wacht – nur auf den Bademeister verlassen dürfen Eltern sich nicht, sagt Gabriele Scharenberg-Fischer, Geschäftsführerin der Saarbrücker Bäderbetriebsgesellschaft. "Das sagt auch die Rechtsprechung. Wir als Beaufsichtigende können nicht jederzeit zu jeder Sekunde alle Bereiche überblicken."

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Der Bademeiser kann nicht jederzeit überall seine Augen haben
Audio [SR 3, Eva Lippold, 31.07.2017, Länge: 03:13 Min.]
Der Bademeiser kann nicht jederzeit überall seine Augen haben

Wieviel Personal über die Sicherheit der Badegäste wacht, regelt eine bundesweite Richtlinie. An ihr müssen sich alle öffentlichen Schwimmbäder orientieren. Sie sieht vor, dass die Wasseraufsicht alle Becken einsehen muss, spezielle Gefahrenzonen müssen gesondert überwacht werden. Und wenn richtig gutes Badewetter ist oder Ferienzeit, "dann müssen wir natürlich unser Team verstärken" sagt Scharenberg-Fischer. Das bedeute: Pro Becken auf jeden Fall eine Aufsicht und in Bereichen, in denen es beispielsweise eine Rutsche oder einen Strömungskanal gebe, dort würden meistens aus zwei Aufsichtspersonen eingesetzt. Es liegt jedoch im Ermessen des Betreibers, wie weit zu Stoßzeiten das Personal aufgestockt wird.

Gefährlich sind übrigens selten die tiefen Becken. Die meisten Badeunfälle passieren im Nichtschwimmerbereich. Gefahrenquellen seien vor allem Rutschen, Strömungskanäle und Sprungtürme.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 31.07.2017 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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