Burger (Foto: dpa)

Fastfood deluxe

Uwe Jäger   08.09.2017 | 11:39 Uhr

Fastfood in einer Kochreihe? Warum nicht! Die schnelle Mahlzeit muss nämlich nicht zwangsweise fettig und ungesund sein. Die klassischen Frittenbuden und Burgerküchen bekommen immer mehr Konkurrenz von so genannten „Handmade Burgerbuden". SR 3-Reporter Uwe Jäger hat mal zwei getestet und auch gleich noch das Rezept für einen solchen Handmade-Burger mitgebracht.

Sendung: Samstag 10.09.2017 11.00 Uhr

Der Trend geht zu „gesundem Fastfood“. Überall in der Republik – auch im Saarland – schießen Burger-Bratereien und Currywurstbuden mit gesundem Anstrich wie Pilze aus dem Boden. Statt auf Geschmacksverstärker und Billigprodukte setzen sie auf frische, regionale und qualitativ hochwertige Lebensmittel. Und ihre Strategie gibt ihnen Recht. Während die Umsätze von großen Burgerketten sinken, steigen die der „Handmade Burgerbuden“.

"Kappes, Klöße, Kokosmilch": Trend Edelfastfood
Audio [SR 3, Uwe Jäger, 09.09.2017, Länge: 02:45 Min.]
"Kappes, Klöße, Kokosmilch": Trend Edelfastfood

SR 3-Reporter Uwe Jäger hat sich für "Kappes, Klose, Kokosmilch"  in zwei dieser „Qualitäts-Fastfoodlokalen“ umgesehen, mit Gästen und den Inhabern gesprochen.


Das Rezept Homemade Cheese-Burger


"Kappes, Klöße, Kokosmilch": Homemade Cheeseburger
Audio [SR 3, Uwe Jäger, 09.09.2017, Länge: 02:28 Min.]
"Kappes, Klöße, Kokosmilch": Homemade Cheeseburger

Zutaten
180 Gramm Rindfleisch, gerne etwas fetter und gut abgehangen
Cheddarkäse, kein Schmelzkäse
ein Brötchen oder Brioche
Tomaten
Salat- oder eingelegte Gurken
etwas frischen Salat
Zwiebeln
Salz und Pfeffer
Mayonnaise, Ketchup und Senf für die Sauce

Zubereitung
Los geht es mit dem Fleisch. Das Wichtigste bei einem guten Burger, sagt Nico Weber von der „Burgerei“ in Saarbrücken. Daher sollte man es sich bei dem Metzger seines Vertrauens frisch besorgen. Am besten nimmt man gut abgehangenes, etwas fetteres Rindfleisch, dann brät es besser. Wer zu Hause einen Fleischwolf  hat, kann das Fleisch selbst klein machen, ansonsten übernimmt das der Metzger. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer nach eigenem Geschmack würzen. Kein Ei und auch kein Paniermehl dazugeben, rät der Burgerexperte.  

Dann eine Bratpfanne relativ hoch erhitzen und das Fleisch darin auf jeder Seite zwei bis drei Minuten anbraten. Danach das Fleisch im Ofen noch etwas nachziehen lassen. Bei frischem Rindfleisch darf der Burger ruhig noch einen leichten rosa Kern haben, aber das ist letztlich Geschmacksache, so Weber. Sobald die erste Seite des Burgers angebraten ist, den Cheddarkäse darauflegen. Dann schmeckt es einfach ein bisschen besser und der Käse hat Zeit zu schmelzen.

Kurz bevor das Fleisch fertig ist, das Brötchen im Ofen wegen der Rostaromen (Röstaromen) „antoasten“ oder in der Bratpfanne mit etwas Butter anbraten. Das Brötchen sollte vom Bäcker sein. Am besten nachhören, was er im Angebot hat. Ansonsten kann man auch Briochebrötchen nehmen, die sind weich und etwas süßlich im Geschmack.

Die Unterseite des Brötchens mit der Sauce bestreichen. Die Sauce kann man sich mit Mayonnaise, Ketchup und Senf leicht selbst zusammenrühren und je nach Geschmack nachwürzen. Dann etwas frischen Salat auf das Brötchen. Darauf kommt das Fleisch mit dem Cheddarkäse. Danach kann man den Burger nach eigenem Geschmack mit Gurken, Tomaten und Zwiebeln garnieren. Viele schwören auf eingelegte Gurken, andere auf frische Salatgurken. Da sollte man auf den eigenen Geschmack hören oder einfach ausprobieren. Gleiches gilt für die Zwiebeln. Roh oder kurz anbraten. Nico Weber empfiehlt die Zwiebeln kurz anzubraten und frische Gurken.

Ruckzuck ist der Homemade-Cheeseburger fertig. Alles kein Hexenwerk, aber extrem lecker. In diesem Sinne: Guten Appetit. 

Die Kochsendung "Kappes, Klöße, Kokosmilch" - immer samstags in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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