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Kulinarische Gartentipps

Katja Preißner   04.08.2017 | 10:45 Uhr

Wenn SR 3-Gartenreporterin Katja Preißner übers Land zieht, lässt sie die Gärtner immer eine Menge aus ihrem Erfahrungsschatz erzählen. Hier kommt ein ganzer Schwung Tipps – für den Nutzgarten und die Küche!

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Ratgeber Haus & Garten: Kulinarische Gartentipps
Audio [SR 3, Katja Preißner, 04.08.2017, Länge: 04:32 Min.]
Ratgeber Haus & Garten: Kulinarische Gartentipps

Dicke Kartoffeln, kluger Anbau

Sigrune Essenpreis ist nicht nur leidenschaftliche Gärtnerin, sondern betreibt auch einen Landgasthof. Die Kartoffeln, die sie ihren Gästen serviert, haben was mit dem 30 Zentimeter hoch getürmten Gras zu tun, genauer gesagt mit Rasenschnitt. Sie verteilt nämlich einfach Kartoffelknollen im Grasschnitt, deckt die Kartoffeln dann noch mit ca. 30cm Grasschnitt ab und dann heißt es: warten. Aus den Setzkartoffeln entwickeln sich neue Kartoffelpflanzen. Sobald das Kartoffelkraut abstirbt, muss man nur noch die neuen Kartoffeln aus dem alten Wiesenschnitt raussammeln. Und das Ergebnis: richtig dicke Kartoffeln.

Die grüne Auster: Beinwell-Leckereien

Auch der Beinwell ist für Sigrune Essenpreis nicht nur Grünzeug: Wenn er verblüht ist, kann man die Blätter herunterschneiden und zum Beispiel um Münsterkäse wickeln oder in Tempura-Teig ausbacken. Der Beinwell - verwandt mit Borretsch, dem Gurkenkraut - erinnert im Geschmack an Austern und bietet sich hervorragend im Gurkensalat an. Sigrune Essenpreis empfiehlt dazu ein Chutney aus dreierlei Paprika und als Deko Borretsch-Blüten.

Zucchinipuffer

Werner Schneider vom Obst- und Gartenbauverein St. Arnual hat einen ganz besonderen Tipp für große und schon etwas verholzte Zucchini. Wie Kartoffeln kann man sie reiben und zu Pfannkuchen bzw. Zucchinipuffern verarbeiten. Der Geschmack ist ähnlich und die Puffer werden schön locker.

Fruchtpüree zum Trinken

Bei Elisabeth Ewen in Reisbach gibt’s regelmäßig Smoothies – also Fruchtpüree zum Trinken. Sie nimmt als Grundlage Mangold, Brennnessel, roote Beete-Blätter, Kohlrabe-Blätter, Sellerie-Blätter und etwas Obst - z. B. Bananen, Äpfel oder Birnen. Das Ganze kommt in einen leistungsstarken Mixer und wird ganz mit Blattgrün und Wasser aufgefüllt. Ihr Tipp: Umso besser der Mixer, umso weniger Fasern spüre man!

Kräutersuppe selbstgemacht

Elisabeth Ewens Suppen kommen übrigens fast komplett aus dem Garten. Gemüsebrühe aus dem Laden gibt’s bei ihr nicht. Stattdessen lässt einfach etwas Butter aus, macht Zwiebeln und mit dem Wiegemesser kleingeschnittene Kräuter dran. Dazu gibt sie Wasser, Gewürze, Pfeffer und Salz. Dann lässt sie alles aufkochen und mixt noch einmal das Ganze mit dem Pürierstab durch. Etwas Sahne, gutes Öl und ein Hauch Bergamotte dazu, fertig ist die perfekte "Kräutersupp"!


Über dieses Thema wurde in der Sendung "Bunte Funkminuten" am 04.08.2017 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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