Giersch (Foto: pixabay)

Giersch - Unkraut und Küchenkraut

Renate Wanninger   21.07.2017 | 11:00 Uhr

Unkraut! Das ist, es was dem Hobbygärtner oft zu schaffen macht. Einer der Kandidaten ist Giersch. Er wächst und breitet sich überall aus so dass man fast den Eindruck haben könnte, je mehr man ihn bekämpft, umso mehr wächst er. Und dieser Eindruck ist gar nicht so falsch. Doch der Giersch ist eigentlich gar kein Unkraut, sondern ist mit der Petersilie und dem Sellerie verwandt und kann auch genau so in der Küche verwendet werden.

Giersch – für die einen lästiges Unkraut, für die anderen eine wunderbare Kräuterpflanze. Doch wenn im Garten so langsam alles überwuchtert , muss man auch der besten Kräuterpflanze irgendwann Einhalt gebieten. Einfach rausreißen oder harken ist jedoch keine gute Idee, sagt Sigrune Essenpreis, Restaurant-Fachfrau und Spezialistin für Wildkräuter. "Jedes kleine Würzelchen wird wieder zu Giersch". Sobald beim Giersch die Wurzel beschädigt wird, treibt sie an dieser Stelle doppelt aus. Wenn man hingegen die Blätter alle abpflückt, dann zieht sich der Giersch an dieser Stelle nach und nach zurück.

Audio

Giersch in der Küche
Audio [SR 3, Renate Wanninger, 21.07.2017, Länge: 02:08 Min.]
Giersch in der Küche

Sigrune Essenpreis setzt den Giersch gerne in ihrer Restaurantküche ein. Sie verwendet den jungen Giersch gerne im Wildkräutersalat, die etwas älteren Blätter werden wie Petersilie eingesetzt, mit dem der Giersch nicht nur botanisch verwand ist, sondern auch noch ähnlich schmeckt. Man kann also überall da, wo Petersilie rein kommt, auch Giersch verwenden, zum Beispiel in Suppen, bei Gemüse oder Fleisch. Und man kann ihn sogar als Heilkraut verwenden, und zwar bei Gichtbeschwerden und Rheuma-Erkrankungen.

Wer sich nicht sicher ist, ob es auch tatsächlich Giersch ist, der da im Garten wuchert, sollte etwas vorsichtig sein beim Einsatz in der Küche. Das Doldenblütlergewächs hat nämlich einige giftige Verwandte wie zum Beispiel den gefleckten Schierling.

Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 21.07.2017 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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