Villa Schloss Falkenhorst (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Bordell-Investor zieht vor Gericht

  23.11.2016 | 15:10 Uhr

Im Streit um das geplante Bordell in Kleinblittersdorf ist das letzte Wort offenbar noch nicht gesprochen. Ende Oktober hatte der Regionalverband Saarbrücken einer Nutzung von Schloss Falkenhorst als Bordell eine Absage erteilt. Laut Regionalverband hat die Firma Pearls aus Trier dagegen jetzt Widerspruch eingelegt.

Der Investor selbst wollte sich auf SR-Anfrage nicht zu der Sache äußern. Für den Fall seines Widerspruchs hat auch schon die Bürgerinitiative, die in Kleinblittersdorf gegen das Bordell kämpft, mit einer Sammelklage gedroht. Sie beruft sich dabei auf eine Sperrgebietsverordnung, die in saarländischen Gemeinden unter 35.000 Einwohnern keine Bordelle zulässt.

In einem ähnlichen Fall in Großrosseln wurde allerdings trotz dieser Verordnung ein Bordell zugelassen, weil es sich in einem Gewerbegebiet befand. Auf das Schloss Falkenhorst in Kleinblittersdorf treffe das aber nicht zu, sagte Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD).  Es liege zwar direkt neben, aber nicht in einem Gewerbegebiet. Der Widerspruch des Betreibers dürfte daher wenig Aussicht auf Erfolg haben, so Gillo.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 23.11.2016 berichtet.

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