Die umstrittene Schranke auf dem Wanderweg in Ludweiler (Foto: Steffani Balle)

Ende des Wanderweg-Streits in Sicht?

Steffani Balle   19.04.2018 | 12:30 Uhr

Im jahrelangen Streit um einen Wanderweg in Ludweiler könnte es in absehbarer Zeit eine Lösung geben. Der Weg führt seit dem Verkauf der ehemaligen Jugendherberge über das Privatgelände des jetzigen Reiterhofs in Ludweiler. Da es immer wieder Probleme gab, sperrte der Besitzer den Weg - sehr zum Ärger der Wanderer. Nun soll es eine Umlegung des Weges geben.

Schon seit drei Jahren gärt der Streit um einen Wanderweg in Ludweiler. Der Weg führt seit dem Verkauf der ehemaligen Jugendherberge über das Privatgelände des heutigen Reiterhofs in Ludweiler. Da es immer wieder Probleme gab, sperrte der Besitzer das betreffende, rund 200 Meter lange Wegstück - sehr zum Ärger der Wanderer.

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Lösung im Dauerstreit um Ludweiler Wanderweg in Sicht
Audio [SR 3, Steffani Balle, 19.04.2018, Länge: 03:01 Min.]
Lösung im Dauerstreit um Ludweiler Wanderweg in Sicht

Der Jugendherbergsweg, der den Hirtenwiesergrabenweg mit dem Fernwanderweg Differten - Ludweiler - Karlsbrunn verbindet, führt genau über das Grundstück eines Reiterhofs. Das sei schon immer so gewesen, sagen die Mitglieder der Interessengemeinschaft für die Erhaltung der Wanderwege in Ludweiler.

Seit Sommer 2015 aber ist dieses Stück Weg durch eine Barriere versperrt. Die neuen Besitzer haben auf dem Grundstück eine offene Reithalle gebaut und den Weg gesperrt. Die Pferde hätten aufgrund der Radfahrer, Spaziergänger und Jogger beim Reiten immer wieder gescheut, was auch zu Reitunfällen geführt hätte, so die Begründung der Eigentümer.

Zuständigkeiten

Der jahrelange Streit wurde nicht nur zwischen den Wanderfreunden und dem Reiterhofbesitzer geführt. Er hat auch den Ortsrat, den Stadtrat, das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Verwaltungs-Juristen bei der Stadt Völklingen und sogar das Verwaltungsgericht beschäftigt.

Die Position Stadt Völklingen: Der Weg muss wieder geöffnet oder aber umgelegt werden. Nun scheint letzteres auch die Lösung: die Umlegung des Wanderweges. "Wir haben den erforderlichen Grunstückstausch, der erfolderlich war, ermöglicht", sagt Bürgermeister Binz. Und wer trägt die Kosten - auch für die wanderfreundliche Herrichtung des Weges? Dazu ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen.

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