Bistum Trier (Foto: dpa)

Merzig: Vermögensaufteilung in Großpfarreien stößt auf Kritik

  20.09.2017 | 16:45 Uhr

Im März wurde bekannt, dass es künftig statt der bislang 174 Pfarreiengemeinschaften im Bistum nur noch 35 Großpfarreien geben soll. Am 19. September hat die Bistumsleitung in Merzig Ehrenamtliche aufgeklärt, wie es mit den Finanzen weitergehen soll. SR 3-Reporter Oliver Buchholz war dabei.

Knapp drei Jahre lang haben im Bistum Trier Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam mit dem Bischof überlegt, wie die Kirche von morgen aussehen kann. Das Ergebnis: Ab Anfang 2020 sollen die 174 Pfarrgemeinschaften zu sogenannten 35 "Pfarreien der Zukunft" zusammengefasst werden. Zu ihnen würden dann jeweils zwischen 16.000 und 77.000 Gläubige gehören.

Handhabung der Vermögenswerte

Die derzeitigen, kleinteiligen Kirchengemeinden und -verbände im Bistum Trier sollen als Rechtsform abgelöst werden. Unter dem Dach der neu zu gründenden Kirchengemeinden könnten dann die teils jahrhundertealten Vermögenswerte der alten Pfarreien zusammengeführt und zentral verwaltet werden. So will man im Bistum unter anderem die Pfarrer von Verwaltungsaufgaben entlasten. Die Verantwortung über die Vermögenswerte soll aber vor Ort bleiben und es soll auch künftig möglich sein, Zweckbindungen zu setzen und sich finanziell für eine bestimmte Aktion oder ein Gebäude einzusetzen.

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Bistum Trier: Vermögensaufteilung in Großpfarreien stößt auf Kritik
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 20.09.2017, Länge: 02:52 Min.]
Bistum Trier: Vermögensaufteilung in Großpfarreien stößt auf Kritik

Für Mitglieder der Pfarrverwaltungsräte, die für die lokalen Kirchenvermögen zuständig sind, finden derzeit Informationsveranstaltungen statt - eine davon war am 19. September in Merzig. Die Ehrenamtlichen wurden dabei von der Bistumsleitung darüber aufgeklärt, wie es mit den Finanzen weitergehen soll.

Im November soll dann eine gemeinsame Tagung der diözesanen Räte mit der Bistumsleitung stattfinden und danach Bischof Stephan Ackermann über die künftige Raumgliederung und die Vermögensfrage entscheiden.

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