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Weihnachtsbeleuchtung: Wenn es zu bunt wird

Karin Mayer   07.12.2017 | 10:47 Uhr

Es ist dunkel, es ist Weihnachtszeit: da werden die Lichterketten ausgepackt und die Häuser dekoriert. Immer häufiger glitzert und blinkt es an Fassaden und in Vorgärten. Das kommt meistens gut an, trotzdem gibt's Grenzen.

Der Gartenzaun von Stefan Kröner im Saarbrücker Stadtteil Rotenbühl ist ein einziger Lichterteppich. "Das funktioniert alles mit einer Zeitschaltuhr. Gegen 16.30 Uhr geht das Licht an und um 22 Uhr geht es wieder aus", sagt Kröner.

Im Vorgarten stehen über 2,40 Meter große Schneemänner, neben dem Weihnachtsmann sitzt ein Rentier, aufgeblasen von einem Lüfter. Auf der Hauswand tanzen Laserpunkte und ein Lichter-Spruchband wünscht "Frohes Fest".  Das Ergebnis: Auf der Straße bleiben immer wieder Eltern mit ihren Kindern stehen - auch wenn die bunt blinkenden Lichter nicht unbedingt den Geschmack aller Anwohner treffen.

Bunt statt weiß

Stefan Kröner freut sich über die meist positiven Reaktionen - und baut seine Weihnachtsbeleutung jedes Jahr aus. Neu in diesem Jahr: Lichterketten, die blinkend ihre Farbe verändern. Bunt statt weiß.

 (Foto: SR)
Weihnachtsbeleuchtung auf dem Rotenbühl

Glitzern und Blinken – da könnte Weihnachtsfan Stefan Kröner noch mehr, aber aus Rücksicht auf die Nachbarn schränkt sich Kröner ein. Denn auch die Nachbarn haben Rechte, sagt Kai Werner vom Deutschen Mieterbund.

"Jeder hat ein anderes Bewußtsein bei der Weihnachtsbeleuchtung. Es gibt Nachbarn, die mögen kein Weihnachten oder sie möchten gerne schlafen, ohne die Rolläden herunterziehen zu müssen.

Viele Freiheiten bei der Dekorationen

Hausbesitzer können frei entscheiden, was sie auf ihrem Grundstück aufstellen. Die Dekoration muss aber gesichert sein und darf niemanden gefährden. Für Mieter gilt: In der Wohnung, an der Wohnungstür auch auf der Innenfläche des Balkons sind sie frei.

"Es gibt wenige Urteile in dieser Richtung. Das liegt auch an den Absprachen die Vereine wie Haus und Grund oder der Mieterbund mit den Eigentümern und Vermietern getroffen haben", sagt Kai Werner.

Also grünes Licht für Lichterfan Stefan Kröner. Schon jetzt steht nämlich fest: Im kommenden Jahr soll es in seinem Vorgarten noch heller werden. "Im nächsten Jahr wollen wir hier noch eine kleine Krippe aufstellen", so Kröner.

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