Arbeiter auf einer Autobahn-Baustelle (Foto: dpa)

Wochenend-Arbeit belastet Straßenbauer

  17.07.2017 | 06:30 Uhr

Die Straßenbauunternehmen im Saarland sind bei der Wochenendarbeit am Limit. Die Belastung der Mitarbeiter sei besonders während der Sommerferien enorm, teilte der Arbeitgeberverband Bau mit. Der Verband hofft auf Hilfe von Behördenseite.

Wochenendarbeit belastet Bauunternehmen und Beschäftigte
Audio [SR 3, Karin Mayer, 17.07.2017, Länge: 03:12 Min.]
Wochenendarbeit belastet Bauunternehmen und Beschäftigte

Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Bau, Claus Weyers, sagte dem SR, der Sommerurlaub sei in den Unternehmen teilweise gestrichen worden. Das führe zu Unmut in den Belegschaften. Auch für die Unternehmen sei die Wochenendarbeit aufwendig, weil etwa Asphaltmischanlagen nur unter strengen Auflagen betrieben werden dürfen. Auf den stark befahrenen Autobahnen A620 und A623 könne aber nur am Wochenende gebaut werden, um die Mitarbeiter nicht zu gefährden.

Steigende Umsätze

Der Arbeitgeberverband Bau fordert deshalb mehr Unterstützung von den Behörden. Ein Gespräch mit dem Verkehrsministerium und dem Landesbetrieb für Straßenbau soll in Kürze stattfinden. Die Bauwirtschaft im Saarland erwartet für dieses Jahr zum dritten Mal in Folge steigende Umsätze.

Video [aktueller bericht, 17.07.2017, ab Min. 16:30]
Nachrichten

Gewerkschaft fordert mehr Fachkräfte

Für die Industriegewerkschaft Bau Saar kommt das Problem der Überlastung nicht überraschend. Um dem entgegenzuwirken, fordert Gewerkschaftssprecher Markus Andler mehr Fachkräfte auszubilden. Mit mehr Personal sei es dann auch möglich, die Arbeit an den Wochenenden unter der Belegschaft besser zu verteilen. Außerdem fordert Andler die Behörden auf, mehr Arbeiten unter der Woche zu erledigen. Derzeit würden mehr Straßenbauarbeiten als nötig auf das Wochenende verlegt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 17.07.2017 berichtet.

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