Muttersprooch (Foto: dpa)

Der "Tag der Muttersprache“

Susanne Wachs   24.01.2018 | 06:00 Uhr

Der 21. Februar ist der „Internationale Tag der Muttersprache“. Natürlich ist auch SR 3 Saarlandwelle wieder mit dabei - getreu dem Motto: „Rettet die Muddaschsprooch“. Den ganze Tag über gibt es Mundart im Programm, am Abend gibt es einen Mundart-Live-Abend in Saarbrücken und natürlich gibt es in diesem Jahr auch wieder ein Mundart-Glossar - und zwar mit Ihren Lieblingswörtern aus der Arbeitswelt.

Nach Einschätzung der UNESCO läuft die Hälfte der heute weltweit gebräuchlichen Sprachen Gefahr, zu verschwinden. Alle zwei Wochen geht eine weitere verloren – und mittlerweile ist auch das im Saarpfalz-Kreis gesprochene Rheinfränkisch, das neben dem Moselfränkischen „das Saarländische“ ausmacht, bedroht.

Der Mundart-Tag im SR 3-Programm

Von daher versteht es sich von selbst, dass wir von SR 3 Saarlandwelle den "Tag der Muttersprache" mit einem ganzen Mundarttag im Programm unterstützen. Neben unseren „Nachrischde uff platt“, die ja sowieso ein fester Bestandteil unseres Progamms sind, gibt es diesem 21. Februar jede Menge Mundartbeiträge und natürlich auch Mundartmusik. „Wir wollen zeigen, dass sich die Saarländer mit ihrer Mundart nicht zu verstecken brauchen“, sagt SR 3-Programmchef Stefan Miller.

Der Mundart-Abend im Stiefelbräu

Und wie immer zum "Tag der Muttersprache" gibt es als Höhepunkt und zum Ausklang auch in diesem Jahr wieder eine Live-Veranstaltung mit Lesungen, Interviews und Mundartmusik. Mit dabei ist unter anderem der saarländische Autor Georg Fox und die Mundartgruppe Mizzies. Moderiert wird der Abend von unserer SR 3-Mundartspezialistin Susanne Wachs. Statt findet der Mundartabend in Saarbrücken im Stiefelbräu. Beginn ist um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

„Schaffe, Handwerk, Gruwe unn Hitt“

Bergleute unter Tage (Foto: dpa)

Ein wesentlicher Bestandteil der saarländischen Identität und Kultur ist die industrielle Erschließung der großen Kohlevorkommen und die systematische Eisen- und Stahlverhüttung. Die Menschen, die in Bergbau, Industrie und Handwerk Arbeit und Brot erhielten, haben unsere Lebenswelt seit Beginn des 19. Jahrhunderts sehr deutlich geprägt. Dazu gehörten auch viele neue Begriffe und Bezeichnungen, die der vormals bäuerliche Alltag entweder nicht kannte oder die neu erlernt werden mussten.

Mit dem Ende der großen Beschäftigungszahlen in Bergwerken und der Stahlindustrie, aber auch im Handwerk, drohen die hergebrachten Bezeichnungen und Wörter, die oft auch mundartlich geprägt waren, verloren zu gehen.

Deshalb widmen wir den diesjährigen "Tag der Muttersprache" den Mundartwörtern, die aus der Arbeitswelt stammen.

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