Niedecken: "Das Familienalbum - Reinrassije Strooßekööter“  (Foto: Plattenlabel)

Niedecken: "Das Familienalbum - Reinrassije Strooßekööter“

  26.11.2017 | 18:00 Uhr

"Reinrassije Strooßekööter“: so lautet die Titelsingle aus Wolfgang Niedeckens "Familienalbum" - eine Zeitreise zu Niedeckens Ahnen und hinein seinen musikalischen Familien-Kosmos. Unser CD-Tipp der Woche.


CD der Woche vom 27. November bis 03. Dezember 2017


Niedecken: "Das Familienalbum - Reinrassije Strooßekööter“  (Foto: Plattenlabel)

Niedecken:
"Das Familienalbum - Reinrassije Strooßekööter“

UMI / Vertigo Berlin
LC 14513
EAN: 0602557898897
VÖ: 27.10.2017


Familie haben wir alle. Sie ist die Konstante, die unser Leben begleitet. Wir lieben sie, wir brauchen sie: und gelegentlich leiden wir mit ihr, manchmal auch unter ihr. Bei Wolfgang Niedecken ist das nicht anders. Und da seine Arbeit immer auch autobiografisch geprägt war, hat er im Lauf der Jahre viele Lieder geschrieben, in denen seine Familie eine Rolle spielt. 13 von ihnen hat er nun für "Das Familienalbum“ neu aufgenommen. Und einen hat er extra für diese Songsammlung geschrieben: "Reinrassije Strooßekööter“.

"Der Song stellt meine Ahnen vor, und er erwies sich als ideales Intro für all die Geschichten des Albums und die verschiedenen Aspekte des Themas.“
Introvertiert im Erzählton und lebhaft in der musikalischen Umsetzung lässt "Das Familienalbum“ Bilder, Szenen, Anekdoten und Erinnerungen vorüberziehen.

Da gibt‘s Southern Rock ("Für`ne Fründ“), Cajun-Punk ("Jebootsdaachspogo“) und New Orleans typisches Gebläse ("Wie schön dat wöhr“). Da tauchen Orte auf wie das Severinstor und das elterliche Lebensmittelgeschäft, dazu Mutter Hubertine und Vater Josef, Tante Netta, Onkel Fritz, ein kleiner Junge mit Faconschnitt und Lederhosen: Figuren wie sie ein jeder von uns in der Erinnerung mit sich trägt. Und natürlich spielen ein paar Klassiker aus dem BAP-Repertoire eine Rolle: der gute alte Chippendale Desch, das Bahnhofskino, der Chlodwigplatz. 
Auch auf diesem Album bekommt Niedeckens Ehefrau Tina ein Ständchen: „Et ess wie et ess“ erhielt für seine Neuauflage ein fröhliches Bläserarrangement und ein karibisch anmutendes Rhythmusgewand: mit ’nem schönen Jrooß aus New Orleans sozusagen.
Das Familienalbum wurde zur Zeitreise durch den Niedeckenschen Kosmos. Eine Familienchronik ist diese Songsammlung jedoch nicht. Vielmehr ist sie ein buntes, mit liebevollem Blick aufs Detail eingerichtetes Kabinett aus Bildern, Figuren, Erinnerungen und Einsichten geworden, die das Thema Familie auf unterschiedlichste Weise schattieren – emotional, eindringlich und universell. Denn wie gesagt: Familie haben wir alle.

Quelle: Musik Promotion Network

Artikel mit anderen teilen