Uni Eule, SR2 Canapé (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Linke fordert mehr Geld für Uni-Personal

Christoph Grabenheinrich   13.09.2017 | 13:02 Uhr

Nachdem SR-Recherchen ergeben hatten, dass an der Saar-Uni seit 2014 bereits rund 500 Stellen weggefallen sind, hat sich am Mittwoch der Wissenschaftsausschuss des Landtages mit den Zahlen befasst. Für die Linke sind sie ein absolutes Alarmzeichen für den schleichenden Verfall der Universität.

Die Attraktivität der Uni habe bereits unter dem Stellenabbau gelitten, so die Abgeordnete Barbara Spaniol von der Linken. Die Landesregierung müsse vom Kürzungskurs sofort abkehren. Spaniol fordert mehr Geld fürs Personal an der Uni, und zwar nicht erst ab 2020. Im Ausschuss sei zudem deutlich geworden, dass mindestens 200 weitere Stellen künftig wegfallen sollen. So könne man die Uni nicht zukunftsfest machen. Lutz Hecker von der AfD mahnt, die Uni dürfe nicht der Kern der Sparbemühungen im Land bleiben.

CDU und SPD sehen erst ab 2020 Handlungsspielraum

Studiogespräch: "Personalabbau geht da erstmal weiter"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Renate Wanninger / Christoph Grabenheinrich, 13.09.2017, Länge: 03:00 Min.]
Studiogespräch: "Personalabbau geht da erstmal weiter"

SPD und CDU verweisen hingegen auf die Schuldenbremse. Erst ab 2020 könne wieder mehr Geld Richtung Uni fließen. Der Ausschussvorsitzende Sebastian Thul (SPD) räumt allerdings ein, die Arbeit an der Uni verdichte sich, der Druck auf die Mitarbeiter nehme zu, was nicht erfreulich sei. Die Uni sei aber dennoch weiter leistungsfähig.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 13.09.2017 berichtet.

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