Das Logo des neuen Nationalparks Hunsrück-Hochwald  (Foto: dpa)

Pläne für Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald

Stephan Deppen / Onlinefassung: Kasia Hummel   17.03.2017 | 08:05 Uhr

Die Interessengemeinschaft (IG) Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald hat sich viel vorgenommen: Sie will ein Mobilitätskonzept für die Nationalparkregion an der Grenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Am Donnerstagabend hat die IG in Nonnweiler die Pläne erstmals öffentlich vorgestellt.

Die Grundidee: Gerade ein Nationalpark sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln, also mit Bussen und mit der Bahn, gut erreichbar sein. Dazu hat die IG viele Ideen entwickelt und mit Berechnungen untermauert. Ein Anfang im Kleinen könnte ein Radweg entlang der nicht mehr befahrenen Bahnstrecke zwischen Türkismühle und Bierfeld sein.

SR 3 - Projekt Nationalparkbahn in Nonnweiler vorgestellt
Audio [SR 3, (c) SR, 17.03.2017, Länge: 03:08 Min.]
SR 3 - Projekt Nationalparkbahn in Nonnweiler vorgestellt

Mit rund drei Millionen Euro für Radweg und Bahntrasse wäre die Idee nicht viel teurer als die vom Saarland und dem Landkreis St. Wendel bevorzugte Lösung. Die sieht nämlich vor, den Radweg auf die Bahntrasse zu verlegen. Das hätte den Nachteil, dass die Trasse für Züge endgültig verloren wäre.

Lösung sei machbar und finanzierbar

Das aber will die IG verhindern, um in einigen Jahren vielleicht doch mit ehrenamtlichem Engagement und finanzieller Unterstützung der Bundesländer alte Züge als Touristenattraktion in der Nationalpark-Region fahren zu lassen. Nach Einschätzung der Interessengemeinschaft ist das sowohl machbar als auch finanzierbar. Jetzt muss aber noch Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Über dieses Thema wurde auch in den Höfunknachrichten vom 17.03.2017 berichtet.

Artikel mit anderen teilen