Armbänder mit CDU-Logo auf einem Tisch (Foto: dpa)

Uhl übernimmt Bundestagsmandat von Funk

Uli Hauck   17.07.2017 | 16:01 Uhr

Der CDU-Politiker Markus Uhl wird nach eigenen Angaben für Alexander Funk in den Bundestag nachrücken und bis zum Ende der Legislaturperiode das Mandat übernehmen. Uhl stand bei der letzten Bundestagswahl auf dem Nachfolgeplatz von Funk. Dieser hatte sein Bundestagsmandat abgegeben, weil er im März in den Landtag gewählt wurde.

In den kommenden Monaten dürfte Markus Uhl nicht viel zu tun haben. Denn vor der Bundestagswahl ist nur noch eine Bundestagssitzung geplant. Dennoch rückt Uhl automatisch nach, weil er vor der letzten Bundestagswahl auf dem entsprechenden Listenplatz der CDU stand.

Uhl will auf Referenten verzichten

Das Nachrücken ist ein demokratisch reguliertes Verfahren, das unabhängig vom Termin der nächsten Bundestagswahl anläuft. Das heißt, Uhl hat auch Anrecht auf rund 9500 Euro Abgeordnetenentschädigung pro Monat, und eine monatliche Aufwandpauschale in Höhe von 4300 Euro.

In Berlin will Markus Uhl die Mitarbeiter von Alexander Funk zum Teil übernehmen und auf Referenten verzichten. Für seinen Bundestagswahlkampf sieht Uhl durch sein vorzeitiges Berlin-Gastspiel keine Vorteile. Zumal die Nutzung der Bundestagsmitarbeiter für Wahlkampf verboten sei. In der vergangenen Legislaturperiode sind 28 Abgeordnete aus allen vier Fraktionen in den Bundestag nachgerückt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 17.07.2017 berichtet.

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