Flyer "Caricatures" Ausstellung in der Ludwig Galerie (Foto: Ludwig Galerie)

"Mit wenigen Strichen Wahrheit aufs Papier gebracht"

Podiumsdiskussion zur Ausstellung "Caricatures"

 

Termin: 15.11.2017 19:00 bis 15.11.2016

Galerie Ludwig
Alte Brauereistraße, Kaserne VI, 66740 Saarlouis

Kontakt: Fon 06831/6989811 oder 6989014/17

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Auf dem Podium:

  • Dr. Andreas Platthaus, verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben der FAZ, Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Karl-Heinz Götze, Germanist, Aix-en-Provence

Moderiert wird die Veranstaltung von SR 2-Kulturredakteurin Barbara Renno.

Tomi Ungerer (*1931), Bleistiftraketen, 1968 ©Wilhelm Busch- Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover (Foto: Tomi Ungerer ©Wilhelm Busch- Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover/Pressefoto)
Tomi Ungerer (*1931), Bleistiftraketen, 1968 ©Wilhelm Busch- Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover


Die Ludwig Galerie Saarlouis veranstaltet in Zusammenarbeit mit SR 2 KulturRadio zur Ausstellung "Caricatures – Spott und Humor in Frankreich von 1700 bis in die Gegenwart" am 15. November eine Podiumsdiskussion über Karikaturen und ihre Nebenwirkungen.

Dr. Andreas Platthaus ist verantwortlicher Redakteur für Literatur und Literarisches Leben bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Comic-Experte und Autor zahlreicher Veröffentlichungen u. a. zur Kunst des Comics. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er unter dem Titel "Das geht ins Auge" eine Kulturgeschichte der Karikatur: "… beginnend vor zweitausend Jahren bei den Gründervätern mit ihren antichristlichen Schmähungen, über die Herausbildung des 'caricare' im Barock bis in die Gegenwart – ist dies ein Stück lebendiger Kultur- und Kunstgeschichte."

Der Germanist Prof. Dr. Karl-Heinz Götze ist ein Grenzgänger zwischen Frankreich und Deutschland. Seit 35 Jahren arbeitet er in Frankreich – zunächst als Lektor in Nizza, dann als Gastprofessor in Besançon und schließlich als Professor für deutsche Literatur, Landeskunde und Ideengeschichte an der Universität von Aix-en-Provence. Er hat Bücher über die Geschichte der Germanistik, über Böll, Koeppen und Weiss, über das heutige Frankreich und über die französische Küche veröffentlicht.

Hintergrund

Louis-Léopold Boilly (1761-1845), Versammlung 35 verschiedener Köpfe, um 1820 ©Wilhelm Busch-Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover (Foto: Wilhelm Busch- Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover/Pressefoto)
Louis-Léopold Boilly (1761-1845), Versammlung 35 verschiedener Köpfe, um 1820 ©Wilhelm Busch-Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover

Die Geschichte der französischen Karikatur zeigt eindrucksvoll, welch wichtige Rolle die Bildsatire in den vergangenen Jahrhunderten im Kampf um Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit gespielt hat: Immer wieder haben sich Künstler mit ihren Zeichnungen gegen die bestehende Ordnung aufgelehnt und mit frechem Witz an Scheinfassaden von Staat und Gesellschaft gekratzt. Verbote, aber auch drastische Strafen waren über lange Zeit die Folge. Diese lange französische Tradition des Widerstands bewusst zu machen, ist Ziel der Ausstellung "Caricatures".

Die Podiumsdiskussion soll einerseits die Thematik der Ausstellung vertiefen und auch von unterschiedlichen Seiten beleuchten. Andererseits wird vor allem der Blick auf den transkulturellen Austausch gerichtet.

Programmhinweis
Die Diskussion wird mitgeschnitten und später auf SR 2 KulturRadio in der Sendereihe "Diskurs" ausgestrahlt.

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