Drogentote im Saarland: "Die Zahl ist erschreckend"

"Die Zahl ist erschreckend"

Ein Interview mit Stephan Kolling, Staatssekretär im Sozialministerium, über die Zahl der Drogentoten im Saarland

Uli Hauck   03.01.2018 | 16:20 Uhr

29 Drogentote gab es 2017 im Saarland, das ist Rekord. Stephan Kolling, Staatssekretär im Sozialministerium, erklärt im SR 2-Interview, dass es sich bei den Toten meist um langjährige Konsumenten handele, die an einer Überdosierung oder durch den Mix mehrerer harter Drogen sterben. Nun müsse man die Hilfestrukturen weiterzuentwickeln und dabei individuelle Lösungsansätze finden, aber auch versuchen, der einfachen Verfügbarkeit von harten Drogen entgegenzuwirken.

Hintergrund:

Saarland
So viele Drogentote wie noch nie
Die Zahl der Drogentoten hat im zurückliegenden Jahr zum zweiten Mal in Folge einen neuen Höchststand erreicht. Bislang registrierte die Polizei 29 Drogenopfer - zwei mehr als im Jahr zuvor.

Sendungs-Tipp:

Die Reportage
Die tödliche Dosis
Während Freunde und Angehörige trauern, rätseln Politiker, Ärzte und Polizisten über die Ursachen des bitteren Rekords an Drogentoten. Liegt es an der leichteren Verfügbarkeit des Stoffs? Dem Trend zu gefährlichen Drogen-Cocktails? Der stärkeren Dosierung? Oder schlicht am höheren Alter der Süchtigen? Fakt ist: Experten und Politiker suchen nach Wegen, Drogentode zu verhindern.

Über dieses Thema wurde in der Sendung "Bilanz am Abend" vom 03.01.2018 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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