Ĉu vi parolas Esperanton? Sprechen Sie Esperanto?

Ĉu vi parolas Esperanton? Sprechen Sie Esperanto?

Ein Interview mit Louis Wunsch-Rolshoven vom Verein "EsperantoLand"

Roland Kunz   02.01.2018 | 15:21 Uhr

Esperanto ist wohl die bekannteste und am weitesten verbreitete Kunstsprache für menschliche Kommunikation. In Saarbrücken findet derzeit das 16. Internationale Neujahrstreffen des Vereins "EsperantoLand" statt. Im SR 2-Interview erklärt deren Vorsitzender Louis Wunsch-Rolshoven u. a., wie man die Sprache lernen kann und warum in China Esperanto besonders gefördert wird.

199 Teilnehmer aus 16 Ländern treffen sich zurzeit beim Neujahrstreffen von "EsperantoLand" in Saarbrücken, um die internationale Verständigung zu fördern. Etwa 35 Leute seien zum ersten Mal beim Kongress dabei, verriet der Vereinsvorsitzende Louis Wunsch-Rolshoven im Gespräch mit SR 2 KulturRadio. Darunter seien fünf bis zehn Anfänger, aber auch einige Kinder, die noch gar kein Esperanto sprächen.

Esperanto in China

Besonders in China gebe es ein sehr umfangreiches Esperanto-Angebot: tägliche Nachrichten, eine Zeitschrift und mehrere Radiosendungen. Das sei vor allem dem Staat zu verdanken, der Esperanto mit rund 40 eigenen Mitarbeitern stark fördere, so Wunsch-Rolshoven. Ausschlaggebend dafür sei vor allem die Zeitersparnis, da man Esperanto in einem Viertel der Zeit lernen könne wie andere europäische Sprachen. Besonders bei den Chinesen, die um Englisch zu lernen, fast doppelt so viel Zeit benötigten wie die Europäer, sei die Zeitersparnis damit durchaus beachtlich.

Woher kommt Esperanto?

Die Kunstsprache Esperanto speist sich vor allem aus den romanischen und germanischen Sprachen, dazu kommt noch ein Einfluss aus dem Slawischen. Es ist die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Kunstsprache für menschliche Kommunikation überhaupt. Lernen kann man Esperanto in zahlreichen Kursen im Internet oder beim Deutschen Esperanto-Bund, der auch Wochenend-Kurse anbietet. Das Neujahrstreffen von "EsperantoLand" dauert noch bis zum 3. Januar.

Über dieses Thema wurde in der Sendung "Der Nachmittag" vom 02.01.2018 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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