Wie sieht die Buch- und Lesekultur in Frankreich aus?

Wie sieht die Buch- und Lesekultur bei unseren Nachbarn aus?

Ein Hintergrundbericht zum Gastland Frankreich auf der Frankfurter Buchmesse

Kerstin Gallmeyer / Onlinefassung: Martin Breher   11.10.2017 | 09:02 Uhr

Frankreich ist eine Lesenation: Im Fernsehen, im Radio, in den Zeitungen - nahezu überall wird über Literatur gesprochen. In der Pariser Metro wird fleißig gelesen. Und der Gewinner des prestigeträchtigsten französischen Literaturpreises liegt unter fast jedem Weihnachtsbaum. Was zeichnet das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse noch aus? SR 2-Reporterin Kerstin Gallmeyer hat nachgeforscht.

Jeden Donnerstag gibt es im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender France 5 die "Grande Librairie", eine Literatursendung, die von hunderttausenden Franzosen verfolgt wird und den Buchmarkt entschieden mitbestimmt.

Aber auch im öffentlichen Leben ist Literatur in Frankreich omnispräsent: Ob in der Metro oder in den Vorstadtzügen, teilweise lesen Leute sogar beim Laufen auf der Straße Bücher oder Comics. Und auch auf der Arbeit wird morgens oft über die neuesten Bücher diskutiert, erklärt SR 2-Korrespondentin Kerstin Gallmeyer.

Etwa 3000 unabhängige Buchhandlungen gibt es in Frankreich - ein relativ dichtes Netz. Dennoch müssen sich die unabhängigen Buchhandlungen ebenso wie in Deutschland gegen die großen Ketten und den Online-Versandhandel durchsetzen. Ein Unterschied zu Deutschland ist aber, dass Hörbücher in Frankreich bisher nur ein Nischenmarkt sind.

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Über dieses Thema wurde in der Sendung "Der Morgen" vom 11.10.2017 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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