Plaketten mit Luther-Konterfei (Foto: picture alliance / dpa / Sebastian Kahnert)

"Luther war ein schrecklich und wunderbar Mensch zugleich"

Ein Gespräch mit dem Journalisten Willi Winkler

Audio: Bianca Schwarz / Onlinefassung: Doreen Dyckerhoff   26.08.2016 | 15:15 Uhr

Als vor etwa fünfhundert Jahren Martin Luthers 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen wurden, hatte er nicht mit einer Reformation gerechnet. Nach der Übersetzung aus dem Lateinischen, die wider seines Willens geschah, wurde der Mönch schnell populär. SR 2-Moderatorin Bianca Schwarz hat mit dem Autor Willi Winkler über sein Buch "Luther – ein deutscher Rebell" gesprochen.

Es war Martin Luthers Empörung über die römisch-katholische Kirche, dass das geistliche Leben vom Volk gekauft werden musste. Gottes Gnade war käuflich und der Kauf von Ablassbriefen sollte die Sünden aufheben. Diesem "Urerlebnis Luthers", wie es der Journalist Willi Winkler nennt, konnten viele Bürger nachvollziehen und stimmten seinen Thesen zu.

Auch wenn die Spaltung der Kirche nicht Luthers Intentionen entsprach, tat er doch gute Dinge. Auf der anderen Seite aber war er ein verhasster Mann, da er seine Gegner desillusionieren musste oder er falsch verstanden wurde. Im Interview mit SR 2-Moderatorin Bianca Schwarz hat Katholik und Literaturkritiker Willi Winkler über den "schrecklichen und wunderbaren Menschen" Martin Luther gesprochen. Am 26. August ist sein Buch "Luther – ein deutscher Rebell" erschienen.

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