"SOS Brutalismus: Rettet die Betonmonster!"

"SOS Brutalismus: Rettet die Betonmonster"

Eine Ausstellung über die brutalistische Architektur der 1950er bis 1970er Jahre im weltweiten Überblick

Gudrun Rothaug   08.11.2017 | 12:20 Uhr

Riesige graue Betonbauten in den deutschen Städten sind für viele ein Ausdruck der Bausünden vergangener Jahrzehnte. Während immer mehr der massiven Hochhäuser abgerissen werden, melden sich andererseits auch die "Brutalismus"-Liebhaber zu Wort. Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt am Main widmet den "Betonmonstern" nun sogar eine eigene Ausstellung. Gudrun Rothaug war für SR 2 KulturRadio vor Ort.

Das Deutsche Architekturmuseum hat den Hilferuf "SOS Brutalismus" im Internet mitinitiiert und eine eigene Ausstellung für die "Betonmonster" unserer Zeit entworfen. Das Ziel von Museumsdirektor Peter Cachola Schmal ist es, "den bösen Beton wieder rein zu waschen". Man wolle darauf hinweisen, was in den 60ern und 70ern mit Beton alles erreicht worden sei.

Ausstellungstipp
Die Ausstellung "SOS Brutalismus – Rettet die Betonmonster!" findet vom 9. November 2017 bis 2. April 2018 statt. Die Vernissage ist am Mittwoch, 8. November, um 19.00 Uhr.

Die Internet-Rettungsaktion "#sosbrutalism" hat mittlerweile über tausend Gebäude gesammelt und archiviert. Darunter auch diejenigen, die bereits vom Abriss bedroht sind. Das Museum versucht so auch, weltweit Rettungskampagnen zu bündeln. "Wir werden sie noch sehr vermissen, die Betonmonster, wenn wir sie denn alle abgerissen haben", prognostiziert Peter Cachola Schmal.


Über dieses Thema wurde in der Sendung "Der Nachmittag" vom 08.11.2017 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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