"Alchemie und Arabeske"

"Alchemie & Arabeske"

Eine Reportage zur Sigmar-Polke-Ausstellung in Baden-Baden

Audio: Johannes Halder / Onlinefassung: Raphael Klein   12.02.2017 | 15:45 Uhr

Um Normen des Kunstbetriebs hat Sigmar Polke sich nie geschert. Er erschuf Kunst, in der alles möglich ist. Sieben Jahre nach seinem Tod widmet nun das Frieder Burda-Museum in Baden-Baden dem unkonventionellen Künstler eine Ausstellung. Doch was macht seine Werke so besonders?

Die Lust an der Verwandlung der Materie

Seien es merkwürdige Apparaturen, arabeskenhafte Schwünge, alchemische, giftige Lacke und Pigmente, mit Uranstein belichtete Fotografien, Straßenritzenabgüsse aus Gold oder Kunstwerke, die erst im Schwarzlicht all ihre Dimensionen enthüllen, Polkes Schaffen zeigt, worum es dem Alchemisten unter den Künstlern ging: die Manipulierbarkeit und Verwandlung von Bild und Materie.

Über den Künstler

Der am 13. Februar 1941 in Schlesien geborene Sigmar Polke flüchtete 1945 nach Thüringen. Er absolvierte nach einer Lehre zum Glasmaler 1967 ein Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf und war von 1977 bis 1991 Professor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. U. a. reiste er nach Afghanistan, Papua-Neuginea, Pakistan, Indonesien, Australien, Malaysia und Singapur. Bis zu seinem Tod am 10. Juni 2010 lebte Polke in Köln.


Die Ausstellung „Sigmar Polke. Alchemie und Arabeske“ ist noch bis zum 21. Mai im Baden-Badener Frieder-Burda-Museum zu sehen.

Weitere Informationen unter:
www.museum-frieder-burda.de

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