"Eintrittskarten bei Kirchen funktionieren nicht"

"Eintrittskarten bei Kirchen funktionieren nicht"

Ein Gespräch mit Christina-Maria Purkert zur EKD-Synode in Bonn

  13.11.2017 | 08:59 Uhr

Seit dem 12. November tagt die EKD-Synode, also das Parlament der Evangelischen Kirche in Bonn. Die Versammlung muss sich u. a. mit dem Defizit beschäftigen, dass die Feierlichkeiten zum 500. Jubiläum der Reformation erzeugt hatten: Weit weniger Menschen als gedacht waren bereit, Geld für die Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen zu zahlen.

Die EKD-Synode habe sich überschätzt, berichtet Christina Maria Purkert. Man habe versucht, Eintrittskarten für kirchliche Großveranstaltungen zu verkaufen, habe aber feststellen müssen, dass das nicht funktioniere.

Verkraftbares Defizit

Ein großes Problem für die Kasse der evangelischen Kirche sieht Purkert allerdings nicht. Da die Kirchensteuereinnahmen in den letzten Jahren unerwartet hoch gewesen seien, könne man dieses einmalige Defizit verkraften.

Neue Formen der Mitgliedschaft

Für die Zukunft würde die evangelische Kirche vor allem an den Formen der Mitgliedschaft feilen, so Purkert. Außerdem wolle man den Kommunikationsmodus ändern: weg vom "Sendemodus" - hin zum Dialog. Dabei sollen auch digitale Kommunikationsformen helfen.

Über dieses Thema wurde in der Sendung "Der Morgen" vom 13.11.2017 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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