Ein Schornstein qualmt auf dem Gelände einer Ziegelei (Foto: dpa/Debsuddha Banerjee)

Der Todestag des Industriellen Harald Quandt

ZeitZeichen: 22. September 1967

 

Sendung: Freitag 22.09.2017 9.05 bis 9.20 Uhr

Milliardenerbe, Joseph Goebbels Stiefsohn, Soldat, Unternehmer, Rüstungslobbyist, Erfinder. Das Leben von Harald Quandt kann Drehbücher füllen und es endete tragisch. Am 22. September 1967 prallte das firmeneigene Flugzeug gegen einen Berg in der Nähe von Turin. Bei schlechtem Wetter waren die Instrumente ausgefallen.

Mit nur 45 Jahren starb einer der reichsten Deutschen. Er führte zusammen mit dem Halbbruder Herbert ein Firmenimperium, das unter dem Vater Günter Quandt schon dem NS-Staat als Waffenschmiede diente und dabei vom rücksichtlosen Einsatz der Zwangsarbeiter profitierte. Eine Vergangenheit, die man in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders gerne verschwieg. Erst auf öffentlichen Druck und Jahrzehnte nach dem Tod von Harald Quandt wurde dieses Kapitel deutscher Industriegeschichte aufgearbeitet.    

Von Jörg Beuthner


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

Artikel mit anderen teilen