CD-Neuheiten: "Vocalise" von Nuria Rial

CD-Neuheiten: "Vocalise" von Nuria Rial

Die MusikWelt im SR 2-Vormittag

Mit Maria Gutierrez  

Sendung: Dienstag 13.02.2018 11.20 Uhr

Nuria Rial und acht Cellisten des Sinfonieorchesters Basel
"Vocalise"

Label: Sony
Labelcode: 06868
Bestellnummer: 88883754452

Die katalanische Sopranistin Nuria Rial hat gemeinsam mit den acht Cellisten des Sinfonieorchesters Basel das Album "Vocalise" aufgenommen, das am 9. Februar erschienen ist.

Nuria Rial zählt ohne Frage zu den Stars der Alten Musik Szene. Sie ist mit zwei Echo Klassik Preisen ausgezeichnet worden und dem niederländischen Edison Award, aber auch der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts hat sie sich gewidmet und zum Beispiel mit Christina Pluhar und dem Ensemble l'Arpeggiata über die Klassik hinaus gehende faszinierende Projekte verwirklicht. Markenzeichen Nuria Rials ist ihre glockenreine Stimme, "engelsgleich" schwärmte die Kritik, ihr weich schwingendes Timbre leuchtet aus jeder ihrer Aufnahmen.

Und auf diesem neuen "Vocalise" Album hat sie nun tatsächlich die schönste Vocalise-Arie der Musikgeschichte herausgepickt und mit den acht Cellisten des Sinfonieorchesters Basel einstudiert, die berühmte Aria aus der 5. Bachiana Brasileira von Heitor Villa-Lobos. Für den brasilianischen Komponisten galten Bachs Werke als die "Quelle aller Musikschöpfung". Im Mittelteil zitiert der Sopran ein Gedicht von Ruth Valdares.

Der 1973 geborene katalanische Komponist Bernat Vivancos hat eine Komposition beigesteuert, die Elegie "Vocal Ice", die hier erstmalig eingespielt ist, außerdem gibt es noch ein katalanisches Volkslied "der Gesang der Vögel", mit dem der legendäre Cellist Pablo Casals, dem sich die Musiker dieser CD sehr verbunden fühlen, stets seine Exilkonzerte beendete.

Umrahmt wird der Gesang von Nuria Rial durch den argentinischen "Vier Jahreszeiten"-Zyklus aus Buenos Aires von Tango-Ikone Astor Piazzolla, die 1970 vollendete Suite "Las Cuatro Estaciones Portenas", die der britische Cellist James Barralet 2013 für acht Celli arrangiert hat. Schon Hector Berlioz hat gesagt: "Nichts ist schwermutsvoll, nichts geeigneter, zarte und schmachtende Melodien zum Ausdruck zu bringen, als eine Masse von Violoncelli, die auf der hohen Saite im Einklang spielen."


MusikWelt

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Redaktion: Gabi Szarvas, Nike Keisinger

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