Pflege (Foto: SR)

"Wir haben jetzt eine Polin"

24-Stunden-Betreuung - Ein grauer Arbeitsmarkt

Von Dagmar Scholle  

Sendung: Samstag 29.04.2017 9.05 bis 9.30 Uhr

„Wir haben jetzt eine Polin“. Diesen Satz hört man immer häufiger. Aus der Nachbarschaft, von Freunden, in der Familie. Eine „polnische Betreuungskraft“ kann auch aus Rumänien oder Bulgarien, Lettland oder Litauen stammen; da wird nicht immer so genau unterschieden. Der Ausdruck steht verallgemeinernd für die sogenannte 24-Stunden-Betreuung alter Menschen hier in Deutschland. Also für eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung in den eigenen vier Wänden. Aber: was heißt das eigentlich?

Für viele Beteiligte heißt es vor allem: sich in einer Grauzone zwischen Legalität und Illegalität zu bewegen. Denn die Vermittlung von Pflegekräften ist ein großes Geschäft. Klar, denn: für die Familien, die eine Betreuungskraft suchen, ist der legale Weg oft zu teuer. Die Betreuungskräfte selbst brauchen das Geld. Und die betreuten alten Menschen wollen und sollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen. Da drücken alle ein Auge zu – selbst der Staat.



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HörStoff

Samstags von 9.05  bis 9.30 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Die Sendereihe beschäftigt sich mit Themen an den Schnittstellen von Religion, Kultur und Gesellschaft.

In den Features und Reportagen geht es um

  • Fragen von Lebenssinn, Glauben und Spiritualität

  • gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklungen und Veränderungen

  • Fragen der Philosophie, Theologie, Moral und Ethik

  • die Auswirkungen einer globalisierten Welt auf den Alltag der Menschen

Verantwortlich: Ursula Thilmany-Johannsen, Thomas Bimesdörfer

Kontakt: hoerstoff@sr.de


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