Ein Schlauchboot mit Flüchtlingen im Mittelmeer. (Foto: dpa)

Hoffnung wider alle Verzweiflung

Das Projekt "Humanitäre Korridore"

Von Corinna Mühlstedt  

Sendung: Samstag 15.07.2017 9.05 bis 9.30 Uhr

Alljährlich ertrinken Tausende von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten bei dem Versuch über das Mittelmeer die Küsten Europas zu erreichen. Als sich die Katastrophen vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa häuften, spürten italienische Christen ihre Verantwortung und stellten sich die Frage:
Wie kann man dieses Elend verhindern oder zumindest lindern? 2015 gelang der Durchbruch in Form einer ökumenischen Initiative: Die evangelischen Kirchen Italiens starteten zusammen mit der katholischen Basis-Gemeinschaft Sant´Egidio und dem Segen des italienischen Staates das Projekt „Humanitäre Korridore“. Seither können besonders schutzbedürftige Flüchtlinge in speziellen Zentren an den Küsten des Mittelmeeres registriert und überprüft werden, um ein reguläres Visum für Italien zu erhalten. Die kirchlichen Sozialeinrichtungen tragen alle Kosten, organisieren ihre Reise und ihre Eingliederung in der neuen Heimat.  


HörStoff

Samstags von 9.05  bis 9.30 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Die Sendereihe beschäftigt sich mit Themen an den Schnittstellen von Religion, Kultur und Gesellschaft.

In den Features und Reportagen geht es um

  • Fragen von Lebenssinn, Glauben und Spiritualität

  • gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklungen und Veränderungen

  • Fragen der Philosophie, Theologie, Moral und Ethik

  • die Auswirkungen einer globalisierten Welt auf den Alltag der Menschen

Sie finden die jeweils aktuelle HörStoff-Sendung kurze Zeit nach ihrer Ausstrahlung auch in der SR-Mediathek.

Verantwortlich: Ursula Thilmany-Johannsen, Thomas Bimesdörfer

Kontakt: hoerstoff@sr.de


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