HörspielZeit: "Diensterklärung"

"Diensterklärung" von Chris Ohnemus

Deutsche Ursendung

 

Jeden Sonntag ab 17.04 Uhr bietet die "HörspielZeit" ein literarisches Erzählhörspiel. Besonderes Gewicht im Programm der Hörspielzeit haben Autoren aus dem französischen Sprachraum, insbesondere aus Frankreich und Québec. Diese Woche hören Sie "Diensterklärung" von Chris Ohnemus - als deutsche Ursendung!

Sendung: Sonntag 22.10.2017 17.04 Uhr

Über das Hörspiel

Stimmen Sie ab!
Im Rennen um den ARD Online Award
Zwölf Hörspiele gehen 2017 ins Rennen um den Deutschen Hörspielpreis und um den Publikumspreis ARD Online Award - darunter auch Chris Ohnemus' "Diensterklärung"! Ab 24. Oktober können Sie alle Stücke kostenlos im Netz hören und dann bis zum 11. November, 18.00 Uhr, Ihre Stimme abgeben!

Sie, Ende 40, kann sich den Fernsehbildern nicht entziehen: Aufnahmen von Menschen auf gefährlich überfüllten Schlauchbooten, irgendwo im Mittelmeer, von erschöpften Menschen an Zäunen, von Menschen auf der Flucht. Also beschließt sie zu helfen, und zwar nicht nur mit Sach- und Geldspenden, sondern sie spendet ein besonders kostbares Gut: Zeit. Zeit, die sie sonst mit Familie und Freunden verbracht hat, mit Musikhören und Erholung von der Arbeit. Immer öfter betreut sie - wie so viele andere - stattdessen jetzt Flüchtlinge. Doch ihr Dienst an der Gemeinschaft fordert einen hohen Tribut.

Ein scharfer, dennoch sehr menschlicher Blick auf unsere Wirklichkeit zeichnet auch dieses neue Hörspiel von Chris Ohnemus aus. Ihre Wahrnehmungen hat sie künstlerisch verdichtet, dadurch bereichert sie das zu oft nur in schwarz-weiß gehaltene Bild von Flüchtlingen und Helfern um notwendige, lebendige und manchmal unbequeme Grautöne.

Bei den Aufnahmen zur "Diensterklärung"

Chris Ohnemus (Foto: Francesca Bondy)
Die Autorin: Chris Ohnemus (Foto: Francesca Bondy)

Über die Autorin

Chris Ohnemus (1964), Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft u. Philosophie. Lebt als Autorin in Berlin: Drehbücher, Übersetzungen, Hörspiele u. Theaterstücke. Für den SR schrieb sie „Sicher ist sicher“ (06), „Wer’s glaubt, wird selig“ (09, mit RB, zweiter Platz beim ARD Online-Award), „Rette sich, wer kann“ (11, mit RB), „Nicht genug“ (14, mit RB, Robert Geisendörfer-Preis 2015) und „Was uns trennt“ (16).

Produktion

Besetzung: Anne Ratte-Polle, Glenn Goltz, Ines Marie Westernströer, Elisa Schlott, Guido Lambrecht u. a.
Musik: Julia Klomfaß
Regie: Martin Zylka
Ton: Werner Jäger u. Barbara Göbel
Produktion: SR 2017
Länge: 49:43 Min.


Vorschau

Am Sonntag, 29. Oktober, hören Sie das Hörspiel "Vergessen" von Marie Laberge.

Montréal: Jacqueline hat ihre Schwestern Joanne und Judith zum Familientreffen einberufen. Der Grund: Sie kann die Pflege der an Alzheimer erkrankten Mutter nicht mehr allein übernehmen. Außerdem ist da noch das weitere Schicksal von Nesthäkchen Micheline zu diskutieren, die durch einen Unfall schwerstbehindert ist…

Download/PDF
Die Hörspielzeit - das 2. Halbjahr 2017
"Großes Kino" für die Ohren: Hier finden Sie eine Liste sämtlicher Hörspiele, die von Juli bis Dezember 2017 auf SR 2 KulturRadio zu hören sind - als pdf-Datei zum herunterladen [ca. 5 MB]


Kontakt: hoerspiel@sr.de

Redaktion: Anette Kührmeyer

Programmhefte (PDF) und Listen bereits gesendeter und kommender Hörspiele:

HörspielZeit im 2. Halbjahr: Juli bis Dezember 2017

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