Boris Palmer - Wir können nicht allen helfen. (Foto: Buchverlag)

Boris Palmer: Wir können nicht allen helfen

Fragen an den Autor

Kai Schmieding / Boris Palmer  

Sendung: Sonntag 08.10.2017 9.04 bis 10.00 Uhr

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer ist der Meinung "Wir können nicht allen helfen" (Foto: dpa / picture alliance / Kay Nietfeld)
Boris Palmer (Foto: dpa/Kay Nietfeld)

Das vieldiskutierte Buch stellte der Tübinger OB am 8. Oktober in "Fragen an den Autor" vor - und er beantwortete Ihre kritischen Fragen.

Das Buch des grünen Politikers zur aktuellen Asyldebatte ist ein Bestseller – und es provoziert. Palmer führt darin aus, dass wir bei aller Hilfsbereitschaft über die Grenzen des Möglichen sprechen müssen – und wie Integration tatsächlich gemeistert werden kann.

Wohnungsnot, Chancen auf dem Jobmarkt, der Umgang mit Gewalt aber auch mit Abschiebung – der Tübinger OB meint: Nur wenn wir diese Probleme nicht verdrängen und totschweigen, können wir den Rechtspopulisten das Wasser abgraben. Für seine klare Haltung bekommt er u.a. auf seiner Facebook-Seite die Quittung - gerade auch von Mitgliedern seiner eigenen Partei. An Palmer prallt der Vorwurf der Hetze und des Rassismus aber ab.

Moderation: Kai Schmieding


Vorschau

15. Oktober: Markus Albers: Digitale Erschöpfung

22. Oktober: Christian Jakob und Simone Schlindwein: Diktatoren als Türsteher Europas

29. Oktober: Sven Gottschling: Schmerz loswerden. Warum so viele Menschen unnötig leiden und was wirklich hilft


Rückblick

Fragen an den Autor vom 1. Oktober
Nils Minkmar: Das geheime Frankreich.
Frankreich - ein wohlgeordnetes Land, das uns allen bestens bekannt scheint und doch nicht ist. Nils Minkmar hat einen tiefen Blick in die französische Gesellschaft geworfen. "Fragen an den Autor" vom 1. Oktober - jetzt auch im Podcast!


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Redaktion: Kai Schmieding
Verantwortlich: Thomas Bimesdörfer

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2 Kommentare

Norbert 05.10.2017, 14:24 Uhr

Es geht nicht darum zu helfen oder nicht zu helfen, sondern lassen wir es zu, dass die alten Nationalstaaten mit Hilfe der als Werkzeug mißbrauchten "Flüchtlinge" aufgelößt werden oder nicht. Und wer verfolgt solche Pläne und warum? Also den Fokus auf die Hintermänner und ihre willigen Helferlein lenken und weg von ihren Opfer (Einheimische und Vertriebene) die wir alle sind, wenn wir uns gegeneinander weiter ausspielen lassen. Die Menschheit ist ein Ganzes. Wer profitiert von diesen Trennungsspielen? Und wieder kann ich nur auf den genialen Vortrag von Prof. Mausfeld verweisen. Liebe ist auch hier die einzig wahre Lösung. Ich weiß natürlich, dass ich mich wiederhole, aber die Lüge wird auch ständig wiedergekaut. www.youtube.com/watch?v=Rk6I9gXwack

Jürgen Engel 04.10.2017, 10:33 Uhr

Doch könnte man, wenn alle helfen würden. Ein Gedankenexperiment. Wieviele Passagierflugzeuge mit Touristen/Geschäftsleuten gibt es täglich am Himmel? Würde man Kriegsflüchtlinge ausfliegen und weltweit (! )verteilen, wäre das logistisch machbar, bezahlbar und würde Negativeffekte wie Schlepperbanden, nicht registrierte Einwanderung, Überforderung einzelner Nationen, elende Flüchtlingslager und Zahlung an Geldern für deren Aufrechterhaltung vermeiden. Bedenkt man welche Massen an Klima- und Armutsflüchtlingen sich in den nächsten Jahrzehnten auf den Weg machen werden wird man neben der Stabilisierung der Lebensverhältnisse vor Ort u m eine Teilumsiedlung der Menschheit nicht umhinkönnen, sofern man Kriege und Bürgerkriege vermeiden will. An den paar Millionen Flüchtlingen aus Syrien und Afrika könnten die Vereinten Nationen schon mal üben, wie man dieses Problem ohne Tod und Horror lösen kann.