Olaf Sundermeyer, Bandenland, C.H.Beck Verlag (Foto: Buchverlag)

Olaf Sundermeyer: Bandenland

Deutschland im Visier der organisierten Kriminellen

 

Sendung: Sonntag 18.06.2017 9.04 bis 10.00 Uhr

Seit dem Wegfall der Grenzkontrollen durch das Schengener Abkommen geht in Deutschland der große Klau um. Reisende Banden aus dem Ausland machen das Gros der Einbrecher und Diebe aus. Die Kriminellen sind international organisiert; die Polizei aber stößt an nationale Grenzen. Dazu bröckelt ihr Gewaltmonopol in den No-Go-Areas deutscher Großstädte. Was können wir gegen die ausufernde Eigentumskriminalität tun? In seinem Buch „Bandenland“ stellt der Autor Olaf Sundermeyer klare Forderungen an Politik und Gesellschaft.

Moderation: Kai Schmieding


Autor Olaf Sundermeyer im Interview:

"Der zunehmende Kriminalitätsdruck durch die offenen Grenzen war zu erwarten"
Audio [SR 2, Kai Schmieding, 16.06.2017, Länge: 05:31 Min.]
"Der zunehmende Kriminalitätsdruck durch die offenen Grenzen war zu erwarten"
Sicherheit ist besonders in diesem Wahljahr für alle Parteien ein großes Thema. Doch die Eigentumskriminalität in Deutschland nimmt gerade durch international organisierte Einbrecherbanden immer weiter zu. Der Journalist Olaf Sundermeyer beschreibt in seinem Buch "Bandenland" genau diese Problematik und erklärt, warum gerade Deutschland so oft von international agierenden Verbrecherbanden betroffen ist. Im Interview mit Kai Schmieding hat er über sein Buch gesprochen.


Vorschau

25. Juni: Sebastian Krumbiegel: Courage zeigen. Warum ein Leben mit Haltung gut tut
(öffentliche Veranstaltung im Rahmen des Wustweiler Dorffestes in der Seelbachhalle)

02. Juli: Matthias Politycki: Schrecklich schön und weit und wild. Warum wir reisen und was wir dabei denken

09. Juli: Jan Schweitzer u. Ragnhild Schweitzer: Fragen Sie weder Arzt noch Apotheker. Warum Abwarten oft die beste Medizin ist

16. Juli: Jürgen Tautz und Diedrich Steen: Die Honigfabrik. Die Wunderwelt der Bienen - eine Betriebsbesichtigung


Rückblick

Sonntag, 11. Juni, 9.04 bis 10.00 Uhr: Fragen an den Autor
Prof. Wolfgang Huber: Glaubensfragen
Was macht den Kern des christlichen Glaubens aus? Das wissen selbst junge Christen heute oft nicht mehr so genau. Prof. Wolfgang Huber hat die zentralen Fragen in seinem Buch erörtert. Im Rahmen der ARD Themenwoche 2017 "Woran glaubst du?" ist er am Sonntag um 9.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio zu hören.


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Redaktion: Kai Schmieding
Verantwortlich: Thomas Bimesdörfer

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9 Kommentare

Magdalena 19.06.2017, 17:15 Uhr

Wadimy, auch ich möchte keinen Acount auf f über mich auf der SR2 Seite anlegen. Wieso das so sehr gewünscht wird, hat tatsächlich wohl das "Plegeleichte" solch einer Funktion als Ursache. Wie dem auch sei, wenn ich hier weiter schreiben kann, mache ich dies gerne, und bin froh, dass Sie auch noch nicht aufgegeben haben. Danke!

Wadimy 19.06.2017, 12:58 Uhr

Sicherlich gut gemeinter Hinweis, danke. - Da aber Facebook Teil einer m.E. höchst bedenklichen gesellschaftlichen Entwicklung hin zur freiwilligen Aufgabe von Privatsphäre darstellt, werde ich diesen Service nicht nutzen.

SR 2 Redaktion 19.06.2017, 11:04 Uhr

Liebe KommentatorInnen, wir verstehen, dass Sie gerne Kommentare schneller frei geschaltet hätten. Wir tun was wir können und versuchen, da besser zu werden trotz begrenzter personeller Besetzung. Eine unmittelbarere Diskussion gibt es auf Facebook, jede Woche zu Fragen an den Autor. Kommen sie doch da mal vorbei...

Wadimy 19.06.2017, 09:47 Uhr

Nochmals - und abschließend - von mir eine Einlassung zu dieser Kommentarfunktion: Während es im ehemaligen F.a.d.A.-Blog rege Diskussionen unter einer im Schnitt hohen Zahl von Teilnehmern über die Thematik der jeweils aktuellen Sendung gab, ist hier kaum mehr jemand von den ehemaligen Diskutanten vertreten. Und ich kann diesen innerlichen Abschied vieler nur zu gut verstehen: Die Nachteile dieser Kommentarfunktion (an anderer Stelle im einzelnen beschrieben) sind offenkundig, wobei das Hauptmanko, um es nochmals zu sagen, darin besteht, dass wegen der oft unzumutbar langen Zeiträume zwischen dem Posten eines Beitrags und seiner Freigabe eine Diskussion unter den Teilnehmern schlicht nicht möglich ist. 

Wadimy 18.06.2017, 11:48 Uhr

Interessante, aber auch ernüchternde Sendung. - Wenn es, gelinde gesagt, ein Jammer ist, dass der zur Verbrechensbekämpfung unerlässliche Informationsaustausch zwischen den Ermittlungsbehörden einzelner Bundesländer und - erst recht - der zwischen den Behörden unterschiedlicher Staaten weit davon entfernt ist, reibungslos zu funktionieren, so ist es ein Skandal ersten Ranges, wenn es im Hinblick auf bestimmte Staaten riskant sein kann, Ermittlungsdaten an Behörden bestimmter Staaten weiterzuleiten, weil hier damit zu rechnen ist, dass etliche Staatsdiener Teil krimineller Machenschaften sind.

Magdalena 18.06.2017, 11:23 Uhr

Meine volle Anerkennung gilt den vielen Buchautoren, die in dieser Sendung schon zu Wort kommen konnten. In den Medien insgesamt lässt Information immer mehr nach, oder wie Olaf Sundermeyer in seinem Buch schreibt:"die Medien bilden einen monolithischen Block". Die Sendung heute kann einem - obwohl das Buch noch nicht gekannt wurde - aufrütteln!

Wadimy 16.06.2017, 09:48 Uhr

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass ein starkes Wohlstandsgefälle, gleich auf welcher Ebene, mit seiner Zunahme automatisch die Gefahr beinhaltet, dass die Nutznießer ihres Wohlstands zunehmend wenig sicher sei können. Vor diesem Hintergrund erscheint übrigens auch das neo-liberalistische Wirtschaftsmodell selbst aus Sicht der gegenwärtig davon Begünstigten - wenig erstrebenswert - und wenig zukunftsfähig.

Magdalena 15.06.2017, 17:31 Uhr

"WhatsApp-Überwachung, Beobachtung von Kindern, Schleierfahndung: Wegen der Bedrohung durch Terror wird über immer schärfere Sicherheitsmaßnahmen diskutiert. " So in der Presse gelesen. Wie sehen Sie Herr Sundermeyer diese Maßnahmen im Hinblick auf die Darlegung in Ihrem Buch zur Bandenkriminalität, die ja bereits seit den 1970 Jahren in Deutschland zu beobachten ist? Mich hat die Vielfalt der Banden betroffen gemacht, und ich bin froh nicht in einer Großstadt zu leben.

Wadimy 12.06.2017, 11:15 Uhr

Wir sind dabei, in steigendem Maße den Preis für unseren Wohlstand zu zahlen, genauer: für das exorbitante Wohlstandsgefälle zwischen Westeuropa, namentlich Deutschland, und v.a. seinen südosteuropäischen Nachbarn. - Alle Maßnahmen zum Schutz vor Eigentumskriminalität werden weitestgehend wirkungslos bleiben, so lange dieses Gefälle besteht; und das dürfte noch ziemlich lange der Fall sein.