Das Denkmal "Westerplatte" zu Ehren der polnischen Verteidiger in der gleichnamigen Gedenkstätte in Danzig in Polen (Foto: dpa)

Kaczynskiland

Wie polnische Geschichte und Kultur umgedeutet werden

Von Malgorzata Zerwe und David Zane Mairowitz  

Sendung: Mittwoch 01.11.2017 11.04 bis 12.00 Uhr

Im Polen der 1960er-Jahre spielt "Ida", der Film über eine junge Nonne, die als Jüdin geboren wurde. Sie macht sich auf die Suche nach dem Grab ihrer ermordeten Eltern und erfährt, dass Nachbarn ihre Eltern versteckten - und andere sie verrieten. 2015 erhält der Film den Auslands-Oscar. Der Oscar sei auf eine "pro-jüdische Sichtweise im polnisch-jüdischen Konflikt" zurückzuführen, heißt es im polnischen Fernsehen. Gdansk, August 1980. Die Werftarbeiter streiken.

Ihr Streikkomitee bildet die Keimzelle der unabhängigen Gewerkschaft Solidarnoœć. Die Solidarnoœć-Bewegung ist der Anfang vom Ende des Ostblocks. Lech Wałęsa? Vergesst ihn, sagt die Partei für Recht und Gerechtigkeit, PiS. Der Held der Solidarnoœć heiße zwar Lech. Aber Lech Kaczynski. Bruder des Partei-Chefs Jaroslaw Kaczynski. Die Autoren verfolgen die Umdeutung polnischer Geschichte und Kultur am Beispiel der Stadt Gdansk.


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Redaktion: Michael Thieser, Barbara Krätz

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