Ernesto «Che» Guevara (Foto: dpa)

Popstar, Märtyrer, Erlöser?

Was vom Mythos Che Guevara übrig blieb

Von Anne Herrberg  

Sendung: Samstag 07.10.2017 17.30 bis 18.00 Uhr

Che Guevara, der Popstar unter den Revolutionären: Er triumphierte im kubanischen Befreiungskampf gegen die Batista-Diktatur und starb ausgemergelt, allein und zerrupft 1967 im bolivianischen Dschungel. Dort herrschte zu der Zeit eine Militärdiktatur, die Leute hatten Angst und irgendwie auch kein Interesse an diesem Fremden, der zum Kampf für Gerechtigkeit aufrief und die indigenen Bauern gleichzeitig bevormundete.

Boliviens Provinz war definitiv der falsche Ort für die Weltrevolution. Doch es war der beste Ort der Mythen- und Legendenbildung. San Ernesto nennen sie den gefallenen Guerillero noch heute, und letztlich hat er ihnen doch etwas Segen gebracht – in Form von Touristen und ihren Dollars. Zum 50. Todestag von Che Guevara am 9. Oktober 2017 war ARD-Korrespondentin Anne Herrberg auf Spurensuche: Verkörpert er für die Menschen noch etwas, oder bleibt nur ein sinnentleerter Mythos, der als Pop-Produkt vermarktet wird? (ARD)


Die Reportage

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(ca. 9 mal im Jahr als ARD radio feature von 17.04 - 18.00 Uhr)

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Redaktion: Michael Thieser, Barbara Krätz

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