"Science is not an alternative fact" ("Wissenschaft ist kein alternativer Fakt") steht auf einem Plakat beim sogenannten "Science March" ("Marsch der Wissenschaft") (Foto: dpa/dpa-Bildfunk/Boris Roessler)

Rund 300 Teilnehmer beim "March for Science"

Patrick Wiermer / Onlinefassung: Thomas Braun, Anne Staut   16.04.2018 | 11:06 Uhr

Rund 300 Forscher und Studenten der Saar-Uni haben nach Polizeiangaben am Samstagnachmittag beim March for Science in Saarbrücken für die Freiheit der Wissenschaften demonstriert. Der "March for Science", der Marsch für die Wissenschaft, ist Teil einer weltweiten Bewegung, die sich unter anderem dem Kampf gegen Lügen und Falschaussagen verschrieben hat. Saarbrücken ist einer von 14 Orten in Deutschland, an denen am Samstag demonstriert wurde.

Marschieren für die Wissenschaft
Audio [SR 2, Patrick Wiermer, 16.04.2018, Länge: 03:26 Min.]
Marschieren für die Wissenschaft

Frei forschen und dabei nach der Wahrheit streben: Beides ist laut dem Veranstalter des March for Science in Gefahr. Unsichere Arbeitsbedingungen, Publikationsdruck, das verstärkte Eintreiben von Drittmitteln auf der einen Seite und die schwindende Akzeptanz von wissenschaftlicher Arbeit und ihren Ergebnissen auf der anderen Seite belasten die freie Forschung.

Die Wissenschaft müsse sich auch bei politischen Entscheidungen einmischen, wenn sie auf Grundlage von verzerrten Wahrheiten oder gar Lügen getroffen werden. Solide wissenschaftliche Erkenntnisse müssten dabei über reinen Meinungen stehen.

Bessere Forschungsbedingungen gefordert

Die Demonstration startete am Schlossplatz und führte bis zur Europagalerie. Dort hielten Professoren der Uni, der Uniklinik und der HTW sowie Studentenvertreter ihre Abschlussreden. Bei dieser Abschlusskundgebung forderten die Studenten eine bessere finanzielle Ausstattung der Unis und bessere Forschungsbedingungen. Die Professoren solidarisierten sich mit Arbeitskollegen in den Ländern, die nicht frei forschen dürfen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 14.04.2018 berichtet.

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