Auskünfte. Autoren im Gespräch: J. Günther (1976)

  21.11.2006 | 09:20 Uhr

Auskünfte. Autoren im Gespräch: Joachim Günther (1976)

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Auskünfte. Autoren im Gespräch:Joachim Günther (1976)

"wenn die libellen am abend anfliegen energisch bis zur terrasse dann jäh umbiegen wenn die fledermäuse ihre ritzenden zickzackflüge machen und ruhig und schweigend die ölbäume stehen hat man keine schwierigkeiten einen satz einzusehen wie den des thales es ist alles voller geister"

Zur Person

Joachim Günther, geboren 1905 in Hofgeismar, ging in Berlin zur Schule und studierte dort Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte. Er arbeitete als Journalist und Literaturkritiker. Von seinem Sanitätsdienst 1944/45 handelt das Tagebuch "Das letzte Jahr" (1948). 1950 bis 1954 studierte er im Zweitstudium Theologie an der Kirchlichen Hochschule Berlin.

1954 gründete Joachim Günther zusammen mit Paul Fechter die Zeitschrift "Neue Deutsche Hefte". Sie erschien zuerst monatlich, Mitherausgeber war Rudolf Hartung. Ab 1962 kamen die "Neuen Deutsche Hefte", von Günther allein herausgegeben, alle zwei Monate heraus. Von 1966 bis zu Günthers Tod erschienen sie, im Selbstverlag, vierteljährlich. Joachim Günther veröffentlichte Erzählungen, Essays, Aufsätze, Tagebücher und Aphorismen.

Er erhielt den Berliner Kritikerpreis und 1974 den Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Joachim Günther starb 1990.

Die Sendung:  Joachim Günther liest Aphorismen aus seinem Buch "Findlinge" und spricht mit Arnfrid Astel.  
Aufnahme: kurz vor dem 22. 11. 1976 in der Wohnung von Joachim Günther, Berlin
Aufnahmeleiter und Ansagen: Arnfrid Astel
Erstsendung: 27. 11. 1976, 20.20-21.00 Uhr, SR 2

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