Proben der Spaltung. Ernst-Jürgen Dreyer (1974)

  20.11.2006 | 19:38 Uhr

Proben der Spaltung. Beispiele aus einem Roman von Ernst-Jürgen Dreyer (1974)

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Proben der Spaltung. Beispiele aus einem Roman von Ernst-Jürgen Dreyer (1974)

"spielt nicht katz und maus mit mir genossen ihr wißt alles ihr habt mich abgehört"

Zur Person

Ernst-Jürgen Dreyer ist 1934 in Oschatz bei Leipzig geboren. Er studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie in Weimar, Jena und Leipzig. 1958 promovierte er mit einer Arbeit über den Komponisten Ludwig Senfl. 1959 siedelte er nach Frankfurt am Main über. Zunächst arbeitete er in der Bibliothek der Musikhochschule, 1961 bis 1972 unterrichtete er im Sommerhalbjahr am Goethe-Institut, 1973 bis 1978 am Bildungszentrum Murnau.

Der Anfang 1974 fertiggestellte Roman "Die Spaltung" fand zunächst keinen Verleger. 1979 ließ ihn der Autor auf eigene Kosten bei dem kleinen Verlag Hövelborn in Siegburg drucken. Im gleichen Jahr las er auf dem Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. 1980 erhielt er den Hermann-Hesse-Preis; eine Neuauflage der "Spaltung" erschien im Ullstein Verlag, Berlin.

Für das Theaterstück "Die goldene Brücke" bekam er 1982 den Preis der Frankfurter Autorenstiftung. Ernst-Jürgen Dreyer lebt in Kaarst, Nordrhein-Westfalen. Er schrieb musik- und literaturwissenschaftliche Werke, eine Erzählung, ein Hörspiel, Theaterstücke, Gedichte sowie Beiträge für Presse und Rundfunk. Mit Geraldine Gabor übersetzte er Petrarcas "Canzoniere" (erschienen 1989), später Guido Cavalcanti (13. Jh.) und Mihai Eminescu (19. Jh.). 2001 brachte der Stroemfeld Verlag, Frankfurt am Main, eine neue Ausgabe der "Spaltung" mit Audio-CD und einem Materialband zu Entstehung und Wirkung heraus. Die Sendung ist die erste Veröffentlichung aus dem Roman. 

Die Sendung: Ernst-Jürgen Dreyer liest zwei Stücke aus dem dritten Buch seines Romans "Die Spaltung". 
Die Zwischenmusik stammt von Ludwig Senfl, Martha Gmünder spielt am Spinett die Stücke "Ich stuend an einem Morgen", "Ich armes Maidlein", "Ich schell’ mein Horn".
Aufnahme: 25. 3. 1974, Funkhaus Halberg, H 1
Aufnahmeleitung: Arnfrid Astel
Erstsendung: 9. 5. 1974, 21.40-22.40 Uhr, SR 2, Reihe "SR-Donnerstagsstudio" 

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