Junge Literatur aus Luxemburg (1968)

  20.11.2006 | 08:58 Uhr

Roger Manderscheid, Pierre Puth, Lambert Schlechter, Gaston Scholer (1968)

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Begegnung in Saarbrücken. Junge Literatur aus Luxemburg. Roger Manderscheid, Pierre Puth, Lambert Schlechter, Gaston Scholer (1968)

"der schloßbrunnen ist tiefer als sie denken er hat eine geschichte ein fahnenflüchtiger der sich darin versteckte kam darin um man hat sein knochengerüst aufgefunden sie sehen wie nutzlos es damals war den wehrdienst zu verweigern" (Roger Manderscheid)

Zur Person Roger Manderscheid

Roger Manderscheid ist 1933 in Itzig in Luxemburg geboren. Er war Lehrer, 1956-1973 Beamter bei der Eisenbahn und im Ministerium für Arbeit und Soziales, 1977-1993 im Ministerium für Kultur. Er scheibt in Deutsch und Luxemburgisch Gedichte, Erzählungen, Romane, Theaterstücke und Hörspiele. Er ist auch Zeichner. Er war Vorsitzender des Luxemburger Schriftstellerverbandes und ist dessen Ehrenpräsident. Er erhielt verschiedene Literaturpreise, darunter 2005 den Gustav-Regler-Preis der Kreisstadt Merzig. Er lebt in der Stadt Luxemburg.

Im Druck

Gaston Scholers "Die Ansichten der Olympier" erschien 1968 in Nr. 4 der 1968/69 von Cornel Meder und Jos Weydert herausgegebenen luxemburger Zeitschrift "doppelpunkt".

In Nr. 2 dieser Zeitschrift erschien 1968 Pierre Puths "Die Friseuse". 

In derselben Nummer erschien Lambert Schlechters "Selbst- und heterokritisches Prosastück über das Drum und Dran des Unbehagens".

Roger Manderscheids "Burgbesichtigung" erschien in seinem Buch "Statisten. 3 Hörspiele‹, Esch-sur-Alzette 1970. ›B urgbesichtigung" und "Selbstbildnis mit Filterzigarette" hat Manderscheid wieder veröffentlicht in seinem Geschichtenband "Mein Name ist Nase", Esch-sur-Alzette: Éditions phi 1993. Die anderen von ihm gelesenen Texte gingen in den Roman "Die Dromedare" ein, der 1973 im Lochness-Verlag Luxemburger Autoren erschien (Neudruck Verlag Op der Lay 1996).

Zur Person Pierre Puth

Pierre Puth ist 1943 in Luxemburg geboren. Er studierte Germanistik und Philosophie in Tübingen, Paris und München. In München war er Mitglied der "Jungen Akademie" und Mitarbeiter der "Maistraßenpresse". Zurück in Luxemburg, organisierte er Lesungen und war, mit Anise Koltz, Mitglied der "Mondorfer Dichtertage". Neben seinem Beruf als Gymnasiallehrer in der Stadt Luxemburg machte er Literatursendungen für den Rundfunk. Er war Leiter der Kulturabteilung des Luxemburger Fernsehens und bis 1997 Programmdirektor des von ihm mitbegründeten "Sozio-kulturellen Rundfunks".

Zur Person Lambert Schlechter

Lambert Schlechter ist 1941 in Luxemburg geboren. Er studierte Philosophie und Literatur in Nancy und Paris. Er war Lehrer in Echternach. 1981 veröffentlichte er den Gedichtband "Das große Rasenstück". Seither schreibt er Gedichte und Prosa vorwiegend in französischer Sprache. Er war Präsident des Luxemburger Schriftstellerverbandes. Er lebt heute in Eschweiler, Luxemburg.

Zur Person Gaston Scholer

Gaston Scholer ist 1932 in Luxemburg geboren. Er studierte Archäologie und arbeitete zur Zeit der Sendung als Beamter der Landvermessung. Er lebt in Esch-sur-Alzette, Luxemburg.

Die Sendung: Öffentliche Autorenlesung von Roger Manderscheid, Pierre Puth, Lambert Schlechter und Gaston Scholer mit nachträglichen Zwischenansagen
Aufnahme: 4. 12. 1968, Universität des Saarlandes, Saarbrücken
Ansagen: Arnfrid Astel
Erstsendung: 30. 1. 1969, 20.30-22.00 Uhr, Reihe "Donnerstagsstudio Literatur", SR 2

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