Der Lyriker Andreas Baumgärtner (1967)

  19.11.2006 | 18:13 Uhr

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Der Lyriker Andreas Baumgärtner (1967)

"deßohnverdrossen zieht die kleine zunft hinaus ins freie und läßt im unverfangenen ihre drachen steigen buchenstäbe und buntpapier hinaufschaugaukeln gonkeln oktobern um und um im herbst herrlich denn da ist unterkunft tauchblau und luftstiegen fallrhythmen und die weiten schweifschlüfte tanz die ganze schwerkernige welt hängt plötzlich abhängt von einem faden unvernunft hüpfbarkeit windheit fliehkraft und flüchtigkeit"

Zur Person

Andreas Baumgärtner ist ein von Andreas Rasp gewähltes Pseudonym. Der Sohn des Schauspielers Fritz Rasp ist 1921 in Berlin geboren. Als "Mischling zweiten Grades" wanderte er 1937 nach London aus. 1952 kehrte er nach Deutschland zurück. Von 1955 bis 1984 unterrichtete er Englisch und Latein am "Englischen Institut" in Heidelberg.

Seit 1960 veröffentlichte er Gedichte in der von Arnfrid Astel herausgegebenen Zeitschrift "Lyrische Hefte". Dort finden sich auch seine Übertragungen von Gedichten Emily Dickinsons. Späteres blieb ungedruckt. Andreas Rasp malt Aquarelle. Sein Hauptinteresse gilt den Hinterlassenschaften des paläolithischen Menschen in Nordeuropa.

 

Die Sendung: Arnfrid Astel porträtiert den Lyriker Andreas Rasp anhand vom Autor gesprochener Gedichte 
Aufnahme: 25. 9. 1967, Funkhaus Halberg, RT 2
Aufnahmeleitung: Wolfgang Schenck
Erstsendung: 28. 9. 1967, 20.00-21.00 Uhr, SR 2, Reihe "Donnerstagsstudio Literatur"

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