Sitzung des saarländischen Landtags (Foto: dpa)

Ein Drittel der Abgeordneten kandidiert nicht mehr

Thomas Braun   20.03.2017 | 12:51 Uhr

Schon vor der Landtagswahl am kommenden Sonntag steht fest: Knapp ein Drittel der bisherigen Abgeordneten wird dem neuen Parlament nicht mehr angehören. Viele hören altersbedingt auf - oder weil sie, wie die Piraten, vorerst Abschied von der Politik nehmen.

Insgesamt 15 Abgeordnete des aktuellen Parlaments treten bei der Landtagswahl nicht mehr an. Geschlossen ihren Rückzug erklärt haben die drei Abgeordneten der Piratenpartei, Andreas Augustin, Jasmin Freigang und Michael Hilberer. Auch der ehemalige Pirat Michael Neyses, der zwischenzeitlich zu den Grünen gewechselt war, tritt nicht mehr an.

Sechs altersbedingte Abschiede

Altersbedingt scheiden nach Angaben der Landtagsverwaltung gleich sechs Abgeordnete aus, darunter Politiker, die dem Parlament seit Jahrzehnten angehörten. So etwa Gisela Rink von der CDU, nach Oskar Lafontaine und Isolde Ries die dienstälteste Abgeordnete. Seit 1994 gehörte sie dem Landtag ununterbrochen an. Auch ihr Parteikollege Günter Becker, seit 18 Jahren Abgeordneter, verabschiedet sich in den Ruhestand.

Die Linke verliert mit ihrem parlamentarischen Geschäftsführer Heinz Bierbaum einen ihrer profiliertesten Vertreter. Aus der SPD treten Gisela Kolb, Volker Schmidt und Günter Waluga aus Altersgründen nicht mehr an.

Neuer Job für scheidenden Abgeordneten

Der bisherige kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Schmitt, hört ebenfalls auf. Er wird neuer Trierer Kulturdezernent. Nicht mehr aufgestellt wurden außerdem Christian Glaeser, Hans-Gerhard Jene und Stefan Palm (alle CDU), sowie Margriet Zieder-Ripplinger (SPD).

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