Too Good To Go App (Foto: Too Good To Go)

Too Good To Go

  13.11.2017 | 00:00 Uhr

Warum sollen Restaurants Essen, dass sie nicht verkauft haben, wegwerfen, wenn sie zu einem günstigeren Preis noch Abnehmer dafür finden können. Der Kunde bekommt so für wenig Geld ein schmackhaftes Gericht und es werden keine Lebensmittel unnötig verschwendet. Über die App 'Too Good To Go' können Lokale und Hungrige zusammenfinden, ganz einfach und unkompliziert.

Essen ist zum Essen da und nicht zum Vergeuden. Schon gar nicht angesichts des Hungers in der Welt. Doch nicht nur in Privathaushalten werden noch immer viel zu viele Lebensmittel vom Mülleimer geschluckt, auch Restaurants müssen das Essen wegwerfen, das sie nicht verkauft haben, weil sie es am nächsten Tag nicht mehr anbieten dürfen.

Das muss doch nicht sein, haben sich zwei Dänen gedacht und 2015 eine App entwickelt, mit der Restaurants, die Reste haben, und Gourmets, die Hunger haben, zusammenfinden sollen. 'Too Good To Go', also 'zu gut zum Wegwerfen' haben sie ihre App genannt. Seit 2016 ist sie auch in Deutschland verfügbar. Darüber hinaus gibt es sie inzwischen auch in Frankreich, Norwegen, Großbritannien und in der Schweiz.

Die Idee dahinter:
Restaurants, Bäckereien, Cafés, Lebensmittelläden geben nach Ladenschluss ihr übrig gebliebenes Essen zu einem günstigeren Preis ab, die Kunden bekommen für ihr Geld ein ordentliches Gericht und bestenfalls wird nichts weggeworfen. So können alle nur gewinnen und die Welt ein Stück besser machen.

Too Good To Go - Gegen die Lebensmittelverschwendung
Audio
Too Good To Go - Gegen die Lebensmittelverschwendung
Teresa Sophie Rath gehört zu den Machern der App und erklärt, wie es funktioniert.

So funktioniert's:
Die App kann man kostenlos für Android- und Apple-Geräte herunterladen. In der App kann man dann ein Geschäft oder Restaurant in der Nähe auswählen oder auch direkt nach einem bestimmten Lokal oder Ort suchen. Jeder Anbieter listet auf, welche Lebensmittel oder Gerichte er wohl noch zu vergeben hat, was sie kosten und wann man sie abholen kann.

Bei dem Anbieter seiner Wahl bestellt man dann eine Essensbox. Die kostet im Durchschnitt um die 3 Euro. Bezahlen kann man nur per Kreditkarte oder PayPal. Die bestellte Essensbox kann man dann innerhalb eines bestimmten Zeitraums, meist nach Ladenschluss, bei dem Geschäft oder Restaurant abholen und sich dann den Inhalt schmecken lassen. Bei Bäckereien kann der Ladenschluss bereits am Nachmittag sein, bei Geschäften oder Restaurants liegt der Abholzeitraum meist innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne (15 bis 30 Minuten) zwischen 19 und 22 Uhr.

Die Zahl der Anbieter, die mitmachen, steigt ständig; 1400 sind es bereits deutschlandweit. Aus dem Saarland sind allerdings noch keine Restaurants oder Geschäfte dabei. Aber darauf sollten wir doch nicht mehr allzu lange warten müssen ...

"Essen wegwerfen ist keine gute Sache"
Audio [
"Essen wegwerfen ist keine gute Sache"
Too Good to Go - Wir haben die Saarländer gefragt, was sie von diesem Konzept halten.

Artikel mit anderen teilen