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Jetzt sind wieder Pollen unterwegs

  20.03.2017 | 05:00 Uhr

So gut der Frühling auch tut, für viele Menschen ist er dennoch eine große Belastung: Denn dann ist die Zeit der Niesattacken, des Nasenkribbelns und der geröteten Augen. Was kann man tun? Neben Medikamenten gibt es auch eine Reihe von einfachen Tricks, mit denen sich Pollen-Allergiker das Leben etwas erleichtern können.

Erste Beschwerden sind juckende und gerötete Augen und ein Kribbeln in der Nase. Dann schwellen die Schleimhäute an und es kommt zu Tränenfluss, Niesattacken und verstopfter Nase. Ist es Heuschnupfen oder habe ich mich erkältet? Die Antwort ist nicht immer einfach, denn der Betroffene selbst kann das gar nicht unbedingt unterscheiden. Deshalb ist es sinnvoll, zum Arzt zu gehen, sobald Symptome auftreten, rät Professor Dr. Thai Dinh von der Pneumologie der Uniklinik Homburg. Der Arzt kann in jedem Fall an den Blutwerten ablesen, ob es sich um eine Grippe handelt oder um eine Allergie.

Was tun, wenn man Heuschnupfen hat?

Es gibt eine breite Palette von Medikamenten, die schwere Symptome lindern können. Dazu gehören zum Beispiel Nasensprays und auch Antihistaminika-Tabletten. Die sollen den Juckreiz lindern, machen aber auch schläfrig und sollten daher erst abends eingenommen werden.

Wie behandelt man eine Pollenallergie?
Audio [SR 1, 20.03.2017, Länge: 03:11 Min.]
Wie behandelt man eine Pollenallergie?

Doch es gibt nicht nur Medikamente, sondern auch eine Reihe von allgemeinen Maßnahmen, mit denen die Betroffenen sich das Leben etwas leichter machen können. Zunächst kann man sich tagesaktuell informieren, welche Pollen gerade in der Luft sind. Informationen gibt es unter anderem auf Pollenflugkalendern wie dem der Uniklinik in Homburg.

Darüber hinaus ist zu empfehlen, die Kleidung nicht im Schlafzimmer unterzubringen und die Wohnung auch zur richtigen Zeit zu lüften. Also am besten bei Windstille oder wenn es regnet bzw. kurz danach. Da die Pollenkonzentrationen auf dem Land morgens hoch sind und in der Stadt eher abends, sollte, wer auf dem Land wohnt, abends lüften, die Stadtbewohner eher am Morgen. Nachts sollten die Fenster ganz geschlossen bleiben.

Ein weiterer, simpler Trick: Haare waschen. Pollen verfangen sich tagsüber in den Haaren. Wenn man sie abends wäscht, werden die Pollen in den Abfluss gespült und reizen nicht mehr Nase und Atemwege.

Die ersten Pollen sind unterwegs
Endlich scheint er da, der Frühling. Und mit ihm der erste Pollenflug. Für von Heuschnupfen Geplagte keine gute. Auf der Internetseite des Pollenwarndienstes der saarländischen Uniklinik können Sie nachsehen, was zurzeit schon durch die Lüfte schwirrt.

Es gibt auch die Möglichkeit einer Dehypersensibilisierung: Dabei wird dem Heuschnupfen-Geplagten das Allergen in langsam steigender Dosierung gespritzt, um ihn zu desensibilisieren. Bei den meisten Allergikern hilft die Immuntherapie und die Beschwerden nehmen ab oder verschwinden sogar. Die Behandlung dauert meist zwischen einem Jahr und drei Jahren und hat eine gute Erfolgsquote, so Prof. Dinh. Wenn die Allergie im Kindesalter auftritt, besteht eine 50-prozentige Chance, dass man aus der Allergie herauswächst. Doch je später sie auftritt, desto geringer wird diese Wahrscheinlichkeit.

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