Mallorca (Foto: pixabay/edrews)

Der Mallorca-Knigge für Deutsche

  03.08.2017 | 15:24 Uhr

Irgendwie ist Mallorca in den letzten Jahren schon unser 17. Bundesland geworden. Offiziell gehört es aber nicht zu Deutschland, sondern zu Spanien. Deshalb gelten dort auch andere Sitten und Bräuche. Einige Unterschiede haben wir hier für Euch aufgelistet.

Der Urlauberansturm auf Mallorca lässt nicht nach. Seit 2012 werden die Übernachtungszahlen meist in jedem Jahr getoppt. Vor allem die Deutschen sind in großer Zahl vertreten. Aber verhalten sie sich im Malle-Urlaub auch angemessen? Und welche Unterschiede gibt es zwischen spanischen und deutschen Sitten und Bräuchen?

Unterschiede kann man vor allem beim Essengehen beobachten. Die Kellner auf Mallorca sind beispielsweise oft erstaunt darüber, wie früh die Deutschen zu Mittag und zu Abend essen. In Spanien ist ein Mittagessen ab 15 Uhr die Norm.

Im Restaurant kann man so einiges falsch machen. Im Gegensatz zu Deutschland setzt man sich in Spanien nicht einfach an einen Tisch, vielmehr sucht der Kellner normalerweise für die Gäste einen Platz aus. Noch verpönter ist es, sich an einem Tisch von Fremden dazuzusetzten.

Nach dem Essen gilt: Es gibt eine Rechnung für den gesamten Tisch. Getrennte Rechnungen, wie sie in Deutschland gängig sind, halten Spanier für sehr kompliziert und zeitaufwändig.

Auch beim Trinkgeld gibt es Unterschiede. Den Satz "Das stimmt so" kennen Spanier nicht. Das Wechselgeld wird vom Kellner auf einem kleinen Teller zurückgebracht und der Gast lässt etwas davon - ca. 5 - 10 Prozent des Rechnungsbetrages - auf dem Tisch liegen.

Außerdem sehen es Einheimische nicht gerne, wenn Urlauber mit nacktem Oberkörper oder nur mit Badehose bekleidet essen gehen. Sie bitten vielmehr darum, dass sich die Gäste wenigstens ein T-Shirt anziehen. Das gilt auch für die Fahrt im Bus und erst recht beim Besuch einer Kirche.


Thema auf SR 1 am 02.08.2017 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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