Foto: pixabay/meineresterampe

Die Deutschen sind zufrieden

  07.11.2017 | 21:05 Uhr

Schon zum siebten Mal wurden die Deutschen für den sogenannten Glücksatlas nach ihrem Befinden befragt. Demnach sind wir gar keine Miesepeter oder Jammerlappen. Auch das Saarland schneidet in dieser Studie nicht schlecht ab. Im Ranking von 19 deutschen Regionen belegen Saarland/Rheinland-Pfalz in diesem Jahr Platz 10.

Die Deutschen sind im Großen und Ganzen zufrieden mit ihrem Leben. Das ist das Ergebnis des Glücksatlas 2017 der Deutschen Post. Im Durchschnitt bewerten die Bundesbürger ihre Lebenszufriedenheit mit 7,07 von 10 möglichen Punkten, und damit 0,04 Punkte besser als im Vorjahr.

Die Studie hat Deutschland in 19 Regionen eingeteilt. An der Spitze des regionalen "Glücksrankings" steht Schleswig-Holstein, und das zum fünften Mal in Folge. Hier sind die Menschen konstant sehr zufrieden. Auf Platz zwei und drei folgen Hamburg und Baden. Die letzten Plätze belegen Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Dabei ist allerdings der Abstand zwischen der glücklichsten und unglücklichsten Region Deutschlands mit 0,6 Punkten dieses Mal so gering wie nie. Auch der Abstand zwischen West- und Ostdeutschen ist weiter geschrumpft.

Das Saarland im Mittelfeld

Umfrage: Was hat Euch in diesem Jahr glücklich gemacht?
Audio
Umfrage: Was hat Euch in diesem Jahr glücklich gemacht?

Saarland und Rheinland-Pfalz bilden bei dieser Studie zusammen eine Region. Die belegt in diesem Jahr Platz 10 und hat damit im Vergleich zum Vorjahr drei Plätze aufgeholt. 2016 war die Region noch das Schlusslicht der westlichen Bundesländer.

Die Saarländer sind also glücklicher geworden, besonders auch was die Gesundheit betrifft. Hier liegt die Region bundesweit sogar auf dem zweiten Platz. Nur die Kölner sind noch zufriedener mit ihrer Gesundheit.

Glücksatlas 2017
Audio
Glücksatlas 2017
SR 1 Reporter Dominic Possoch erläutert, wie das Saarland in der aktuellen Studie abgeschnitten haben.

Gesellschaftliches Engagement macht glücklicher

Befragt wurden die Menschen etwa zu ihrer allgemeinen Lebenszufriedenheit sowie zu Wohnen, Freizeit, Arbeit, Gesundheit und Haushaltseinkommen. Eine Sonderfrage im diesjährigen Glücksatlas ging auf das Thema ein, wie sich ein nachhaltiger Lebensstil auf die persönliche Zufriedenheit auswirkt. Das Ergebnis: Drei Viertel der Deutschen, die sich im sozialen oder ökologischen Bereich ehrenamtlich einbringen, haben das Gefühl, ihr persönliches Engagement bereichere ihr Leben. Sie sind auch deutlich glücklicher als Menschen, die sich nicht engagieren. Aber: Während 68 Prozent ein persönliches Engagement für wichtig halten, setzen sich nur 23 Prozent tatsächlich aktiv für soziale oder ökologische Maßnahmen ein.

Zudem ist die Bereitschaft, deutlich mehr Geld für umweltschonende Produkte und Dienstleistungen zu zahlen, eher gering. Nur zwölf Prozent würden für ein über die aktuellen Vorschriften hinaus schadstoffarmes Auto deutlich mehr zahlen, bei einem Fahrzeug mit Elektroantrieb wären es nur sieben Prozent. Mehr Geld ausgeben würde knapp ein Viertel der Menschen für nachhaltig produzierte Lebensmittel.

Die Daten der Studie stammen aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) sowie einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach mit 5.698 Teilnehmern. An der Umfrage zur nachhaltigen Lebensweise des Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid nahmen 1.001 Menschen teil.


Auch Thema auf SR 1 am 07.11.2017 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

Artikel mit anderen teilen