Schlafende Frau (Foto: Pixabay)

Frühlingserwachen - und nur noch müde

  13.04.2018 | 00:00 Uhr

Endlich ist der Frühling da - und manche würden am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben. Frühjahrsmüdigkeit ist kein Mythos, sondern wissenschaftlich erwiesen.

Für die Frühjahrsmüdigkeit gibt es mehrere Ursachen. Nach dem Winter laufe der Körper immer noch auf Sparflamme, erklärt Dr. Florian Schumacher von den SHG-Kliniken Sonnenberg. Er musste – evolutionär bedingt - monatelang Ressourcen sparen, weil es im Winter früher weniger Nahrung gab. Im Frühling soll er dann aus dem Sparmodus direkt auf volle Kraft gehen. Daran sind wir nicht mehr gewöhnt und dementsprechend erledigt.

Der Körper stellt auf Sommer um

Auch biologisch stellt sich unser Körper um. „Das bedeutet, dass die Blutgefäße sich weiter stellen und dadurch der Blutdruck abfällt“, erklärt Schumacher. Besonders Menschen, die sowieso schon unter niedrigem Blutdruck leiden, merken das - durch Schwindel und Schlappheit. Und Frauen sind in der Regel stärker betroffen als Männer.

Zusätzlich muss der Körper noch eine Hormonumstellung durchmachen. Das Schlafhormon Melatonin ist im Winter erhöht und baut sich nur langsam ab. Wetterfühligen Menschen macht darüber hinaus noch das Aprilwetter zu schaffen.

Licht tanken

Gegen die Frühjahrsmüdigkeit hilft nur, sich langsam an die neue Aktivität anzupassen und viel rauszugehen. „Licht ist wichtig“, rät der Arzt. Es steuere unseren Tagesablauf und unsere innere Uhr. Aber es muss Tageslicht sein. Künstliches Licht bringt gar nichts, selbst wenn es im Kellerbüro oder im Laden durch Halogenlampen und Neonröhren leuchtend hell ist. Biologisch gesehen sitzt man laut Schumacher dort im Stockdunkeln.

Artikel mit anderen teilen