Kind beim Fernsehen (Foto: Pixabay/mojzagrebinfo)

Von zu viel Fernsehen bekommt man viereckige Augen

  13.11.2017 | 13:26 Uhr

Wer kommt schon ohne kleine Schwindeleien aus, wenn die Kinder nicht wollen wie sie sollen? Eltern lassen sich da schon einiges einfallen - solange es die Kleinen noch nicht durchschauen. Später sollte man stattdessen aber besser den Konflikt mit den Kindern aushalten, empfiehlt die Psychologin.

Das Christkind sieht alles. Und wer nicht brav ist, bekommt vom Nikolaus keine Geschenke. Wenn man schielt, bleiben die Augen stehen. Der Fernseher funktioniert nur, wenn es regnet. - Ja, Eltern fällt schon allerhand ein, um nicht als Spaßverderber dazustehen, wenn die Kinder nicht tun sollen, was sie gerne tun würden.

Wenn man zu viel Süßes isst, fallen die Zähne aus
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Wenn man zu viel Süßes isst, fallen die Zähne aus
SR 1 Reporter Marc Weyrich hat sich umgehört, welche Schwindeleien Eltern ihren Kinder schon mal erzählen ..


Die Eltern meinen es dabei natürlich nur gut mit ihren Kindern. Sie wollen sie ja nur ohne Ärger in die richtige Richtung lenken. Und solch kleine 'Notlügen' sind eben oft viel einfacher als den Spaßverderber zu geben.

Auch Eltern wollen geliebt werden, sagt die Saarbrücker Psychologin Carola Hoffmann. Deshalb gehen sie einem Konflikt mit dem Kind lieber aus dem Weg. Wer mag denn auch schon in ein enttäuschtes Kindergesicht blicken oder trotziges Geschrei ertragen.

Solange die Kinder noch klein sind, mag der Schwindel ja auch noch funktionieren. Doch die Kleinen merken schon bald, dass das, was die Eltern sagen, nicht wirklich stimmt. Spätestens, wenn die Kinder mit fünf, sechs, sieben Jahren in der Welt außerhalb des Elternhauses auf Entdeckungsreise gehen.

Deshalb ist es ein Irrtum, zu glauben, dank der Schwindeleien hätten uns unsere Kinder auch weiterhin gern, so die Psychologin. Eltern sollten besser Haltung bewahren und den Konflikt aushalten. Denn es wird nicht ohne Konflikte gehen ...

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