Mann mit Fahrradhelm fährt ein Pedelec (Foto: imago/Westend61)

E-Bikes im Trend

  11.04.2018 | 00:00 Uhr

Früher wurden sie als Rentner-Räder belächelt, jetzt sind sie im Trend: Elektrofahrräder. Jedes zehnte verkaufte Fahrrad ist mittlerweile ein Pedelec. Mit Hilfe eines akkubetriebenen Motors sind Berge und Gegenwind auch für ungeübte Radler kein Hindernis mehr.

E-Bike vs. Pedelec

Auch wenn der Begriff E-Bike geläufiger ist, sind die meisten verkauften Elektroräder Pedelecs. Der Motor unterstützt den Fahrer bis zu einem Tempo von 25 Stundenkilometern, er muss aber immer noch selbst in die Pedale treten. Per Knopfdruck kann er das Verhältnis zwischen Muskel- und Motorkraft einstellen. Je nach Kapazität sind mit einer Akkuladung Radtouren bis zu 100 Kilometer möglich. Rechtlich gesehen sind Pedelecs Fahrräder.

Voll im Trend: E-Bikes
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Voll im Trend: E-Bikes

E-Bikes können alleine mit Motorantrieb fahren. Bis zu 20 Kilometer pro Stunde schaffen sie, ohne dass der Fahrer in die Pedale treten muss. Allerdings gelten sie rechtlich als Mofa und dürfen folglich nur mit Mofaführerschein gefahren werden. Der Fahrer muss einen Helm tragen; ein Fahrradhelm genügt. Eine Versicherung samt Kennzeichen am hinteren Schutzblech ist Pflicht. E-Bikes dürfen nur Radwege nutzen, die für Mofas freigegeben sind. Ansonsten gehören sie auf die Straße.

S-Pedelecs oder Pedelecs 45 unterstützen den Fahrer bis 45 km/h. Dadurch können sie im Stadtverkehr locker mit den Autos mithalten. Aber auch sie gelten als Mofas, mit allen Konsequenzen.

Vor- und Nachteile von Elektrorädern

Elektrofahrräder erleichtern den Weg zur Arbeit und können auch Sportmuffel motivieren, öfter mal in den Sattel zu steigen. Bergige Strecken verlieren ihren Schrecken. Für Menschen mit Handicap können sie eine Hilfe sein.

Pedelecs und E-Bikes bergen aber auch Risiken. Das Fahrgefühl unterscheidet sich vom klassischen Fahrrad. Vor allem in engen Kurven verursacht der Hilfsmotor oft unvorhersehbare Lenkbewegungen. Und auch wenn Elektrofahrräder immer beliebter werden, sind Fußgänger und Autofahrer noch nicht an die schnellen Bikes gewöhnt. So kann es durch Fehleinschätzungen von Abständen und Geschwindigkeit zu gefährlichen Situationen kommen.

Ist der Akku beim E-Bike leer, muss man es schieben oder abschleppen lassen. Das Pedelec lässt sich dagegen auf die altmodische Art weiterfahren: mit reiner Muskelkraft.

Auch Thema im SR 1-Programm am 11.04.2018 in "Balser & Mark. Dein Morgen".

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