Geldscheine und eine ältere Frau im Hintergrund (Foto: dpa)

Betriebliche Altersvorsorge

  25.09.2017 | 11:00 Uhr

Eine der vielen Möglichkeiten für das Alter vorzusorgen ist, einen Teil seines Gehalts in eine betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen. Wir verraten Euch, wie's funktioniert.

Wie funktioniert das Prinzip?

Betriebliche Altersvorsorge
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Betriebliche Altersvorsorge
Wie die betriebliche Altersvorsorge funktioniert, erklärt SR 1 Reporterin Lisa Krauser.

Der Name verrät es schon: Die betriebliche Altersvorsorge läuft direkt über das Unternehmen, bei dem ich arbeite. Es gibt zwei Varianten:

Variante 1: Die arbeitnehmerfinanzierte Altersvorsorge. Hier legt mein Chef einen Teil meines Bruttolohns für meine Altersvorsorge zur Seite. Der Vorteil: Da das Geld direkt von meinem Bruttolohn abgeht bekomme ich weniger Bruttolohn und zahle somit auch weniger Steuern und Sozialabgaben.

Variante 2: Die arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge: Hier unterstützt mich das Unternehmen, bei dem ich arbeite. Im Idealfall übernimmt es den Beitrag zu meiner betrieblichen Altersvorsorge komplett oder gibt zumindest einen Teil dazu.

Für wen lohnt es sich?

In Deutschland hat jeder Angestellte hat das Recht auf Variante 1, also Teile seines Bruttogehalts in die Altersvorsorge zu stecken. In welcher Form das passiert, entscheidet aber der Arbeitgeber – Möglichkeiten sind zum Beispiel Direktversicherungen oder Pensionsfonds. Einen Anspruch auf Variante 2, also auf die finanzielle Unterstützung vom Arbeitgeber, gibt es nicht.

Dirk Eilinghoff von Finanztip rät: "Bei der betrieblichen Altersvorsorge muss ich noch beachten, dass ich bei einem Wechsel des Arbeitgebers diese Versicherung auch mitnehme. In den meisten Fällen funktioniert das ganz gut, aber ich muss mich eben ein bisschen darum kümmern."

Was sagen Experten dazu?

Verbraucherschützer bemängeln an der betrieblichen Altersvorsorge vor allem zwei Dinge:

  • Die Rente aus der Betrieblichen Altersvorsorge muss im Alter voll versteuert werden.
  • Da die eigenen Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge vom Bruttolohn abgehen, und sich damit mein Bruttolohn verringert, werden auch meine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung weniger. Mein Anspruch auf die gesetzliche Rente wird also kleiner.

Fazit

Ob sich Vorsorge im Betrieb lohnt, hängt vor allem davon ab, ob mein Arbeitgeber mitmacht. Wenn er die Beiträge zur Betriebsrente komplett zahlt, sollte ich sie auf jeden Fall mitnehmen. Gibt er nichts dazu, fällt die Rendite eher bescheiden aus.

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