Imelda May - Life. Love. Flesh. Blood (Foto: Universal Music)

Imelda May - Life. Love. Flesh. Blood

  19.05.2017 | 12:17 Uhr

Bisher kannte man Imelda May so: 50er-Jahre-Haartolle, Retro-Outfit mit Petticoat und Rockabilly-Sound. Ihre Fans müssen sich jetzt aber umorientieren: Imelda hat ihren Sound und ihr Styling völlig geändert.

Mit ihrem fünften Album "Life. Love. Flesh. Blood" präsentiert Imelda May ihr neues "Ich": moderne Frisur, moderner Sound. Es ist keine 'Weiterentwicklung', von der so viele andere Künstler nach einem Stilwechsel sprechen, sondern etwas "komplett Neues".

Warum aber diese Wandlung? Sie selbst begründet es so: "Ich habe den Rockabilly-Stil der 50er immer geliebt, aber irgendwann gelangte ich an einen Punkt, an dem es mir fast so vorkam, als ob ich mich verkleidete. Ich schlüpfte für Auftritte in eine Rolle. Und das wollte ich einfach nicht mehr tun."

Das ist aber nur ein Grund. Imelda wurde über die Jahre immer erfolgreicher. Mit der letzten CD "Tribal" ist das explodiert. Die Irin hat früher mit Jeff Beck gespielt, auch mal mit den Dubliners auf der Bühne gestanden. Mit U2 hat sie in der Arena in Dublin "Desire" gesungen. Bono ist ein Fan, Bruce Springsteen hat sie als Vorband gebucht. Es wurde eigentlich zu groß für Imelda. Jetzt wollte sie es eine Nummer kleiner.

Musikalisch bewegt sie sich mit den elf neuen Songs in den Gefilden Blues, Folk, Soul, Gospel, Jazz und Rock. Traditionelle Musik hatte sie auch zu Rockabilly-Zeiten auf ihren Platten, genauso düstere Balladen. Die gibt's natürlich auch auf "Life. Love. Flesh. Blood". Das Album wurde von keinem Geringeren als T Bone Burnett produziert und als Gastmusiker sind unter anderem Jeff Beck und Jools Holland mit von der Partie.


Diese CD wurde auf SR 1 am 19.5.2017 in "Dein Vormittag im Saarland" besprochen.

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