Fußball (Foto: dpa)

Chinas U20 spielt ab November Regionalliga

Caroline Uhl / mit Informationen von SID   13.07.2017 | 15:23 Uhr

Die chinesische U20-Auswahl wird ab der kommenden Saison gegen Teams der Regionalliga Südwest spielen. Allerdings wird die Mannschaft aus Fernost erst ab der Rückrunde gegen die Regionalligisten antreten. Mehrheitlich stimmten die Manager der Liga-Clubs für die Gastauftritte der Chinesen.

Mehrheit der Regionalliga-Manager will Chinas U20 als Gegner
Audio [SR 3, Frank Grundhever, 12.07.2017, Länge: 01:16 Min.]
Mehrheit der Regionalliga-Manager will Chinas U20 als Gegner
Die chinesische Regionalliga soll sozusagen im Freundschaftspiel-Modus in der Regionalliga Südwest mitkicken. Das betrifft im Saarland den 1. FC Saarbrücken, die SV Elversberg und Röchling Völklingen. Mitte Juli tagten zum Thema die Manager aller Vereine. 14 von 19 wollen die Spiele austragen, berichtet SR 3-Reporter Frank Grundhever.

Durch die Auftritte der chinesischen Olympia-Auswahl soll die Kooperation zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und China mit Leben gefüllt werden. Trotz der heftigen Kritik von zahlreichen Seiten haben 14 von 19 Klub-Verantwortlichen am Dienstag bei ihrer Manager-Tagung in Walldorf grünes Licht für den Plan gegeben.

Die TuS Koblenz, Waldhof Mannheim, die Stuttgarter Kickers und werden sich laut DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann nicht an den Testspielen beteiligen. Der FSV Mainz 05 II hatte zunächst die Teilnahme abgelehnt, sich dann aber doch dafür entschieden. Der 1. FC Saarbrücken hatte zuerst keine Entscheidung getroffen und sich bis Mittwochnachmittag Bedenkzeit erbeten. Der Verein teilte dann aber mit, dass er zu dem Freundschaftsspiel auflaufen werde.

15.000 Euro soll jeder Klub dafür erhalten, dass er an seinem eigentlich spielfreien Tag gegen das chinesische Team antritt. Die Regionalliga Südwest, in der die Saar-Vereine aus Elversberg, Saarbrücken und Völklingen kicken, startet am 28. Juli in ihre Spielzeit.

Fans schreiben Protestbrief

Erst in der vergangenen Woche hatten Fans von zehn verschiedenen Traditionsvereinen der Liga mit einem Offenen Brief an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegen die Teilnahme der chinesischen Kicker protestiert. Darunter waren auch Anhänger des 1. FC Saarbrücken gewesen. Sie hatten einen "Ausverkauf des Fußballs" kritisiert. Zudem nahmen sie Anstoß daran, dass ausgerechnet eine Mannschaft aus einem Staat, "in dem Meinungs- und Pressefreiheit eingeschränkt, Todesurteile massenhaft vollstreckt, Menschen gefoltert sowie zahlreiche Kritiker in Gefangenschaft genommen werden", hier spielen soll.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 11.07.2017 berichtet.

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