Ein Auto im Schnee (Foto: dpa)

Das Auto winterfit machen

 

Für die kommenden Tage sagen Meteorologen Schnee im Saarland voraus, das heißt es wird glatt auf den Straßen. Bei diesem Wetter sind Winterreifen ein Muss. Doch das ist nicht die einzige Maßnahme, mit der Autofahrer ihren Wagen wintersicher machen müssen.

Jedes Jahr stellen sich wieder viele Autofahrer die Frage, ob ihr Auto auch für den Winter gerüstet ist. Dabei reicht es allerdings nicht, nur den Eiskratzer griffbereit zu haben. Wer sein Auto also auch im Winter nutzen möchte, der muss einiges beachten.

Wichtigster Punkt: Winterreifen

ADAC-Reifentest mit überraschenden Ergebnissen
Audio [SR 1, Verena Sierra, Johannes Boos, 10.10.2017, Länge: 01:51 Min.]
ADAC-Reifentest mit überraschenden Ergebnissen

In Sachen Winterreifen rät der ADAC zur "O-bis-O-Regel", das heißt von Oktober bis Ostern soll mit Winterreifen gefahren werden. Demnach sollten die Reifen jetzt schon längst montiert sein. Wer das noch nicht getan hat, sollte möglichst schnell nachrüsten. Gekennzeichnet sind die zulässigen Reifen mit "M+S" (Matsch und Schnee).

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Der ADAC legt den Autofahrern allerdings eine Profiltiefe von vier Millimetern nahe, da die Reifen so auch bei Eis, Schnee und Glätte auf der Straße genügend Grip haben. Dabei muss man allerdings auch darauf achten, dass kein Winterreifen älter als zehn Jahre sein sollte. Auf keinen Fall sollte man den Bremsweg der verschiedenen Reifen unterschätzen, denn mit Sommerreifen ist der Bremsweg je nach Straßenbedingungen bis zu doppelt so lang wie mit Winterreifen. Auch die inzwischen weit verbreiteten Ganzjahresreifen haben im Gegensatz zu Winterreifen, einen längeren Bremsweg.

Zwar gibt es in Deutschland keine Winterreifenpflicht. Wenn man aber trotz zugeschneiter Straßen ohne Winter- oder Ganzjahresreifen fährt, muss man mit einer Geldstrafe von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen, weil die Reifen nicht den Wetterbedingungen angepasst wurden. Wer durch falsche Reifen sogar den Verkehr behindert, indem er zum Beispiel mit dem Auto liegen bleibt, riskiert ein Bußgeld von 80 Euro und einen Punkt.

Den Durchblick behalten

Um auch im Winter eine gute Sicht zu behalten, empfiehlt der ADAC die Scheiben vor Wintereinbruch einmal von innen und außen zu putzen sowie alte Scheibenwischerblätter auszutauschen, die Schlieren auf der Scheibe hinterlassen. Zusätzlich sollte das Frostschutzmittel der Scheibenwischanlage überprüft und gegebenenfalls aufgefüllt werden. Ein Eiskratzer und eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe gehören zu jeder guten Winterausrüstung dazu. Bei einer vereisten oder mit Schnee bedeckten Frontscheibe reicht es nicht, nur ein Guckloch freizukratzen. Wer mit eingeschränkter Sicht losfährt, muss mit einem Bußgeld von zehn Euro rechnen.

Autobatterie überprüfen

Eine alte Autobatterie ist laut ADAC die häufigste Ursache von Pannen auf deutschen Straßen. Besonders in den Wintermonaten, in denen Minustemperaturen eine zusätzliche Belastung für das Auto darstellen, fällt eine alte Batterie schon mal aus. Deswegen sollte man vor Wintereinbruch den Akku überprüfen und bei Bedarf austauschen lassen.

Auf die richtige Beleuchtung achten

Autofahren bei Nebel - Licht an oder aus?
Audio [SR 1, Joachim Meyer, Bernd Brutscher, 14.11.2017, Länge: 02:44 Min.]
Autofahren bei Nebel - Licht an oder aus?

Gerade wenn es zur Winterzeit draußen dunkler wird, muss man sich auf die Beleuchtung verlassen können. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig die Funktionsfähigkeit der Birnen zu checken. Auch die richtige Ausrichtung der Leuchten ist wichtig und kann ganz einfach in der Werkstatt überprüft werden.

Über dieses Thema wurde auch im Programm auf SR 1 berichtet.

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