Grünfink und Amsel an einem Futterhäuschen (Foto: imago / Chromorange)

Vögel im Winter richtig füttern

Rebecca Kaiser   03.12.2017 | 08:30 Uhr

Im Winter für die Vögel Futter im eigenen Garten rausstellen – das machen viele und darüber freuen sich die kleinen Fluggäste. Aber Umweltschützer warnen: Nicht alles eignet sich zum Füttern. Besondere Vorsicht geboten ist bei Meisenknödeln.

Rotkehlchen, Meise oder Zaunkönig – all diese und noch viele weitere Vogelarten können im Winter im eigenen Garten gut beobachtet werden. Dazu muss es nur das richtige Futterangebot geben.

Rosinen für Rotkehlchen und Zaunkönig

Sonnenblumenkerne eignen sich nach Angaben der Umweltschutzorganisation NABU besonders gut als Basisfutter, da diese von fast allen Vogelarten gerne weggefuttert werden. Wer gerne Rotkehlchen, Amseln oder Zaunkönig im Garten sehen will, der sollte Rosinen, Obst oder auch Haferflocken in Bodennähe anbieten. Dafür gibt es wiederum spezielle Futterspender. Meisen, Finken und Sperlinge freuen sich über Körner und Samen jedweder Art.

Kein Netz um den Meisenknödel

Wer gerne Meisen in den Bäumen beobachten möchte, sollte entweder selber ein Fett-Samen-Gemisch basteln oder von den industriell-gefertigten Meisenknödeln das Netz entfernen. Meisen können sich in den Maschen verhaken und sich dabei schwer verletzen. Auch auf Brot sollte verzichtet werden, weil es im Magen der Vögel aufquillt und zudem schnell verdirbt.

Futterspender nicht überfüllen

Aber nicht nur das Futter, auch der Futterspender spielt eine wichtige Rolle. Am besten eignen sich demnach Futterspender, in denen die Vögel nicht im Futter rumlaufen und es so auch nicht mit Kot beschmutzen können. So lässt sich die Gefahr für die Vögel, sich mit Krankheitserregern zu infizieren, minimieren. Wer auf ein normales Futterhäuschen nicht verzichten will, sollte es regelmäßig mit heißem Wasser reinigen und nicht mit Futter überladen.

Wettergeschützt aufstellen

Auch der Standort für den Futterspender sollte gut gewählt sein. Der NABU empfiehlt, den Spender an einer übersichtlichen Stelle zu platzieren, so dass er beobachtet werden kann und Katzen sich nicht anschleichen können. Büsche oder Bäume können den Vögeln einen schnellen Rückzugsort im Fall einer Attacke von Sperbern bieten. In der Nähe der Futterstelle befindliche Fenster sollten mit Aufklebern für die Vögel sichtbar gemacht werden. Außerdem sollte das Futter nicht nass werden und anfrieren, die Stelle daher also ein bisschen wettergeschützt sein.

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