Glücksklee mit Schornsteinfeger-Figur (Foto: Imago/Seeliger)

Das ändert sich 2018

Ute Kunsmann   01.01.2018 | 00:01 Uhr

Kindergeld und Hartz-IV-Sätze steigen, die kalte Progression soll abgemildert werden. Mehr Geld könnten ab der Jahresmitte auch die Rentner in der Tasche haben. Wichtige Änderungen für 2018 auf einen Blick.


Video [aktueller bericht am Sonntag, 31.12.2017, Länge: 4:22 Min.]
Was ändert sich 2018?


Kindergeld

Das Kindergeld steigt ab Januar für das erste und das zweite Kind von 192 Euro auf jeweils 194 Euro. Für das dritte Kind gibt es künftig 200 Euro. Ab Kind Nummer vier bekommen Familien 225 Euro. In Zukunft können Eltern das Kindergeld nur noch für sechs Monate rückwirkend beantragen. Bislang ging das sogar noch mehrere Jahre lang.


Hartz IV

Auch die Regelsätze für Hart-IV-Empfänger steigen. Alleinstehende bekommen künftig 416 Euro, das sind sieben Euro mehr als bisher. Paaren stehen 374 Euro pro Person zu (plus sechs Euro). Für Kinder gibt es je nach Alter drei bis fünf Euro mehr pro Monat.

Neu aber nicht unumstritten: Die Kassenautomaten in den Jobcentern und Arbeitsagenturen sollen abgebaut werden. Bislang konnten Bezieher ihr Arbeitslosengeld dort abheben, zum Beispiel wenn sie kein Konto hatten. Ab Mitte 2018 wird das Arbeitslosengeld dann alternativ an der Kasse im Supermarkt ausgezahlt. Und jeder bekommt es mit.


Steuern

Auch für Steuerzahler gibt es Änderungen. So wird zum Beispiel die kalte Progression korrigiert, das heißt eine Lohnerhöhung soll dann weniger schnell von einer Inflation aufgezehrt werden können. Neu auch: Der Grundfreibetrag steigt um 180 auf 9000 Euro. Ab diesem Wert wird ein Einkommen erst versteuert.


Sozialversicherung

In der Kranken- und Rentenversicherung werden wieder die Grenzen angehoben, bis zu denen Beschäftigte Beiträge auf Arbeitsentgelte und Rente zahlen müssen. Bei der Rentenversicherung steigt diese Grenze in Westdeutschland auf 6500 Euro. In der Krankenversicherung wird die Grenze bundesweit einheitlich auf 4425 Euro erhöht.


Rente

Gute Nachrichten für die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland: Ab Juli soll die Rente steigen. Experten rechnen mit einem Rentenplus von etwa drei Prozent. Der sogenannte Eckrentner (mit 45 Jahren Beitragszeit) würde dann monatlich 43 Euro mehr bekommen.


Bargeld

"Kleine" Geldscheine werden gegen fälschungssichere getauscht. Der 500-Euro-Schein hingegen soll ganz verschwinden: Er wird künftig nicht mehr gedruckt und soll ab Ende 2018 nicht mehr ausgegeben werden.

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